Holstein Kiel – Werder Bremen II 1:1

Rückschlag für Kieler Störche

Nur 1:1 gegen Werder Bremen II – Später Ausgleich durch Schierenbeck

Enttäuschung für die KSV Holstein in der Fußball-Regionalliga Nord. Durch den späten Ausgleichstreffer des Bremer Kapitäns Björn Schierenbeck (90.) verpassten die „Störche“ den Sprung an die Tabellenspitze. Vor 3.100 Zuschauern gelang es der Neubarth-Elf nach dem Führungstreffer von Alexej Spasskov (23.) nicht, gegen den Tabellenvorletzten die Entscheidung herbeizuführen. Die Spitzengruppe der Liga rückt nach dem Unentschieden der Kieler und des VfB Lübeck sowie den Siegen der Verfolger Essen, Jena, Osnabrück und St. Pauli noch enger zusammen.

Nach einem forschen Beginn seitens der KSV sorgte der ehemaliger Bremer Alexej Spasskov per Kopf auf Flanke von Lindemann in der 23. Minute für die Kieler Führung. Der Treffer beflügelte die Neubarth-Elf in der Folgezeit nur selten, es entwickelte sich eine recht zerfahrene Partie im Holstein-Stadion. Dennoch besaßen die Kieler eindeutige Feldvorteile, konnten diese jedoch nicht in Zählbares ummünzen.

Chancen zum Ausbau der Führung gab es genügend. Lindemann scheiterte per 18-m-Flachschuss (20.) am SVW-Keeper Jensen und 3 Minuten später versuchte Heithölter vergeblich, den Werder-Schlussmann aus 35 Metern mit einem Heber zu überlisten.

Die erste Möglichkeit für die Mannschaft von Thomas Wolter erst in der 36. Minute, doch der Schuss von Da Silva strich knapp am Gehäuse von Henrik Preuß vorbei ins Aus.

Lindemann (40.) mit einem strammen Schuss aus 18m (40.) sowie einem Freistoß direkt in die Arme von Jensen, zur Halbzeit gingen die „Störche“ mit einer verdienten Führung in die Kabine.

Nach dem Wechsel verflachte die Partie zusehends. „Wir haben einfach keinen Druck mehr entwickelt und das Spiel dummerweise laufen lassen“, ärgerte sich Frank Paulus über die mangelnde „Spannung“ seiner Elf im zweiten Durchgang. Es kam wie es kommen musste.

Scheiterte Jerome Polenz (85.) noch aus 5 Metern per Kopf an Preuß, so machte es Abwehrchef Björn Schierenbeck quasi mit dem Schlusspfiff besser. Er überwand die verdutzte Kieler Abwehr mit seinem Distanzschuss in den rechten oberen Torwinkel.

Bitter für die KSV Holstein, denn nur wenige Minuten vor dem Ausgleichstreffer verpasste Pavel Dobry aus aussichtsreichster Position die Entscheidung und die zum Greifen nahe Tabellenführung. (nawe)

Holstein Kiel – Werder Bremen II 1:1 (1:0)

Kiel: H. Preuß – Sandmann, Boy, Molata, Spasskov – B. Lindemann (86. Piorunek), Niedrig, Heithölter (64. Paulus), Rohwer – Coiner (64. Würll), Dobry – Trainer: Neubarth

Bremen: K. Jensen – Stallbaum, Mohr, Schierenbeck, Venekamp (46. Pekrul) – Rockenbach da Silva, Peitz, Artmann (81. Theuerkauf), Schachten – Polenz, Bischoff (64. Brückner) – Trainer: Wolter

Tore: 1:0 Spasskov (24.), 1:1 Schierenbeck (90.)

Schiedsrichter: Metzger

Zuschauer: 3100

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Thomas Wolter (Trainer Werder Bremen Amateure)

„Die ersten 35 bis 40 Minuten haben wir das erwartete Spiel gesehen, indem Holstein klar das Spiel gemacht hat. In der 2. Halbzeit sind wir dann nach und nach ins Spiel gekommen. Wir konnten nicht alle Torchancen nutzen, aber ich bin glücklich, dass wir noch in der 91. Minute das 1:1 geschossen haben. Endlich wurden wir mal belohnt. Sonst kriegen wir immer in der letzten Minute ein Tor rein. Der Ausgleich ist sehr wichtig für die nächsten Wochen.“

Frank Neubarth (Trainer Holstein Kiel)

„Natürlich bin ich nicht zufrieden. Es tut einfach weh in der letzten Minute so einen Sonntagsschuss in den Winkel zu kriegen, aber damit muss man leben. In der 1. Halbzeit haben wir den Gegner beherrscht, haben aber trotzdem nicht die zwei, drei entscheidenden Torchancen genutzt. In der 2. Halbzeit haben wir weniger gemacht, wir waren zu passiv und zu ungenau. Wir haben heute einfach den Abschluss nicht gesucht. Wir müssen jetzt ein bis zwei Tage den Ausgleich verdauen und dann nächste Woche unsere Auswärtsstärke zeigen.“ (hh)

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