Holstein U23 – Husumer SV 2:0 (1:0)

Verbandsliga Schleswig-Holstein

Die Mannschaft von Trainer Thorsten Gutzeit ist weiter auf Titelkurs. Nach dem ungefährdeten 2:0-Erfolg gegen die Husumer SV fehlen den Störchen aus den letzten drei Sielen noch sechs Zähler zur Meisterschaft. Zweifacher Torschütze für die KSV war Rouven Abel, der in der 8. Minute das 100. Saisontor für Holsteins U23 erzielte.

Die Gäste mussten in Kiel ohne Gerrit Müller, Dennis Schulte, Ingo Cornils, Christian Herpel, Birger Andresen, Björn Fleige und Carsten Groth antreten. „Heute läuft personell so ziemlich alles schief“, rechnete sich Husums Coach Guido Gehrke beim Favoriten in Kiel schon vor dem Anpfiff nicht einmal mehr Außenseiterchancen ein. Die folgenden 90 Minuten bestätigten den ehemaligen Oberliga-Spieler, denn während der gesamten Partie spielte nur eine Mannschaft: Holstein Kiel. Dabei konnten sich die Jungstörche gegen die geschwächten Gäste sogar erlauben, auf die gewohnten spielerischen Raffinessen zu verzichten. Arbeiterfußball und die einfachen Dinge des Fußballs genügten diesmal, um die Zähler auf der Habenseite zu verbuchen.

Bereits nach acht Minuten durfte die von Helmut Spadzinski betreute Gutzeit-Elf jubeln. Eine scharfe Camps-Hereingabe von der linken Seite hämmerte Rouven Abel aus 16 Metern volley in die lange Ecke. SV-Keeper Andre Teubler war bei diesem Treffer völlig machtlos. Mit dem 1:0 war die Partie praktisch schon entschieden. So dachten wohl auch die Platzherren, denn abgesehen von einem 22-Meter-Schuss von Stefan Hansen, der zwei Minuten vor der Pause über das Husumer Tor strich, brachte Holstein nichts Zwingendes mehr auf den Weg.

Im zweiten Durchgang zeigten sich die Kieler im Spiel in die Spitze etwas energischer. In der 46. Minute setzte Björn Kastner einen Ball aus 20 Metern knapp über den rechten Torwinkel, drei Minuten später scheiterte der ehemalige HSV A-Junioren-Bundesliga-Spieler aus 12 Metern freistehend am Husumer Schlussmann Teubler. In der 79. Minute hätte der eingewechselte Liridon Imeri eigentlich den zweiten Treffer für die KSV Holstein erzielen müssen, doch aus fünf Metern drosch er das Leder frei vor dem Gästetor in die Wolken. Fünf Minuten vor dem Ende dann erneuter Torjubel im Stadion der Bezirkssportanlage Kiel-Projensdorf. Abel setzte sich am rechten Strafraumeck gekonnt gegen seinen Bewacher Erik Schröder durch, traf aus 11 Metern den Husumer Innenpfosten und von dort prallte der Ball zum 2:0 in die Maschen. Eine Minute später setzte Imeri einen wuchtigen Kopfball aus 12 Metern an die Torlatte, kurz darauf verpasste Abel im 5-Meter-Raum nur knapp seinen dritten Treffer (88.).

Teammanager Martin Balsam zeigte sich nach dem Spiel etwas unzufrieden mit der „Sorglosigkeit im Torabschluss“. Mit der Leistung seiner Mannschaft war Balsam jedoch mangelnder Kreativität zufrieden: „Wie wir gewinnen ist in dieser Saisonphase egal, jetzt zählen nur noch die Punkte. Jeder kann doch sehen, dass unsere Jungs so kurz vor dem Ziel mit erheblichem Druck umgehen müssen.“ Auch Doppeltorschütze Rouven Abel ließ sich auf keine Diskussion bezüglich der spielerischen Darbietung ein, sondern betonte: „Gewinnen, egal wie. Jetzt wollen wir auch noch die letzten drei Spiele gegen Kilia, Moisling und Todesfelde siegreich gestalten und die 90 Punkte-Marke überspringen.“ Eine Leistung, die in der Verbandsliga ein Novum wäre. (Patrick Nawe)

Holstein Kiel U23: Beyer – Rinaldi (56. Nielsen), Schmitt, Hingst, Meyer – Hansen, Werner (61. Imeri), Schulz, Camps – Abel, Kastner (83. Ziehmer)

Husumer SV: Teubler – Schröder, Rettkowski, Harrsen, Struening – Steglich, Saeltz (88. Groechtemeier), Becken, Alla – Hertting, Otto (89. Stoll)

Tore: 1:0 Abel (8.), 2:0 Abel (85.)

Schiesdsrichter: Müller (Neustadt)

Zuschauer: 150

Foto: Der zweifache Torschütze Rouven Abel im Duell mit dem Husumer Simon Harrsen.

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