Holstein will Spitzenplatz ausbauen

„Störche“ erwarten Werder Bremen II

Das hatten sich die über 1.000 mitgereisten Holstein-Fans an der Hagenbeckstraße zu Hamburg ganz anders vorgestellt. Mehr als zehn Busse hatten die Kieler Fankarawane zum Auswärtsspiel gegen die „Rothosen“ chauffiert, doch am Ende standen die „Störche“ am Zoo mit leeren Händen da. 0:3 hieß es am Ende aus Sicht der Neubarth-Elf. Doch Trübsal wurde im „Storchennest“ nach der ersten Niederlage seit dem 24. August – damals am 5. Spieltag der Regionalliga Nord verlor Holstein mit 1:3 beim SC Preußen Münster – nicht geblasen.

Schon am Samstag um 14.00 Uhr gegen das Team von Werder Bremen II will die KSV zurück auf die Erfolgsspur.

„Ein 0:3 gegen eine Amateurmannschaft hört sich natürlich nicht gut an, aber trotzdem bin ich nicht unzufrieden“, hielt sich die Enttäuschung von Frank Neubarth nach der deutlichen und durchaus nicht unverdienten Niederlage in Hamburg in Grenzen. „Die Niederlage wird uns nicht aus der Bahn schmeißen“, will Frank Neubarth vor heimischem Publikum den Spitzenplatz weiter festigen.

Gegen den SV Werder sind die „Störche“ eindeutiger Favorit, stehen die Männer von der Weser doch zusammen mit der 2. Mannschaft des 1. FC Köln am Tabellenende. Nur einen Zähler holten die Grün-Weißen bisher aus den sechs Begegnungen auf des Gegners Platz. Holstein hingegen konnte die letzten fünf Heimspiele für sich entscheiden. Alles spricht für eine klare Sache im Holstein-Stadion. Aber die Spiele gegen Bundesliga-Reserveteams scheinen ihre eigenen Gesetze zu haben, das zeigte sich nicht erst am vergangenen Wochenende beim HSV.

Nichtsdestotrotz treten die „Störche“ mit breiter Brust vor dem in den letzten Wochen verwöhnten Kieler Publikum an. Zurück im Team ist nach seiner gelb-rot Sperre auch Abwehrrecke Michael Molata, zuletzt gegen den FC St. Pauli doppelter Torschütze und in Hamburg durch den „Comebacker“ Sven Boy in seinem ersten Saisonspiel nach langer Verletzungspause würdig vertreten. Fehlen wird hingegen Kapitän Andre Breitenreiter, der in Hamburg seine 5. Gelbe Karte sah.

Mit einem Erfolg könnte die Mannschaft von Frank Neubarth ihren 5-Punkte-Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz verteidigen, vielleicht sogar ausbauen. Die Verfolger aus Jena (gegen RW Erfurt) und Essen (1. FC Köln II) stehen am Wochenende vor lösbaren Aufgaben.

„Wir wollen nicht auf andere Mannschaften schauen, nur unsere Ergebnisse zählen. Wir dürfen jetzt nicht abheben“, warnte Kapitän Andre Breitenreiter schon nach dem St. Pauli-Spiel vor überzogenen bzw. frühzeitigen Träumereien.

(pn)

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