Mi. 19.30 Uhr: Hertha BSC II – Holstein Kiel

Kieler Störche in der Hauptstadt –

Holstein will bei Hertha II zurück auf die Erfolgsspur

Keine Zeit für die Kieler „Störche“, um den verlorenen drei Punkten beim 1:2 im Spitzenspiel gegen Rot-Weiß Essen nachzutrauern. Bereits am Mittwoch um 19.30 Uhr tritt die Mannschaft von Trainer Frank Neubarth im Berliner Jahnsportpark zum Nachholspiel gegen Hertha BSC II an. Seit nunmehr drei Spielen wartet die KSV auf einen Sieg. Die kleine Negativserie ließ die Kieler bis auf den 5. Tabellenplatz abrutschen. Gegen die Elf von Karsten Heine will Holstein wieder zurück auf die Erfolgsspur.

Das hatten sich die Fans, Verantwortlichen und Spieler der KSV Holstein alles ganz anders vorgestellt. Nach der bravourösen Vorstellung beim VfL Osnabrück wollte man sich in den Spielen gegen Wattenscheid (H), Jena (H) und Essen (A) in der Spitze etablieren. Doch der Schuss ging nach hinten los. „Nur ein mageres Pünktchen aus den letzten drei Partien. Jetzt können wir erst einmal aufhören auf die anderen Mannschaften zu schauen und das Wort Aufstieg sollte vorerst niemand in den Mund nehmen“, zeigte sich Holstein-Chefcoach Frank Neubarth enttäuscht nach der unglücklich verlaufenen Woche.

Zu wenig lief an der Essener Hafenstraße vor 14.081 Zuschauern zusammen. Auch wenn die KSV im Georg-Melches-Stadion von rund 450 eigens in einem Sonderzug mitgereisten Fans lautstark unterstützt wurde, gegen den Dauerdruck der Rot-Weißen hatte die Elf um Kapitän Andre Breitenreiter einfach nichts gegenzusetzen. Die Tore für RW Essen erzielten in einem heiß umkämpften Spitzenspiel Victor Hugo Lorenzon (10.) und Arie van Lent (58.). Holstein-Kapitän Andre Breitenreiter markierte in der 12. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich für die „Störche“. Nach dem 1:2 rutschte die Mannschaft von Trainer Frank Neubarth gar auf den 5. Tabellenplatz ab.

Neubarth schaute nach dem Abpfiff schon wieder nach vorn und nimmt nun seine Mannschaft vor dem Nachholspiel gegen Hertha BSC Berlin II am Mittwoch um 19.30 Uhr im Jahnsportpark in die Pflicht: „Nach Berlin zu fahren und auf Remis zu spielen bringt uns überhaupt nicht weiter. Jetzt zählen nur noch Siege!“

War der Hertha-Nachwuchs in der Vorrunde neben dem FC Carl-Zeiss Jena noch die positive Überraschung der Regionalliga, so ist seit der Winterpause der Wurm drin in der Mannschaft von Trainer Karsten Heine. Nur einen Zähler holten die Hertha-Bubis aus den sechs Partien des Jahres 2006. Derzeit belegt man mit 39 Zählern den 8. Tabellenplatz. Einen Tag vor dem 51. Geburtstag von Trainer Heine, der seit 1992 in unterschiedlichen Funktionen in Diensten der Hertha steht, will die U23 der Berliner ihrem Coach ein besonderes Geschenk machen und den ersten „Dreier“ des Jahres einfahren. Helfen könnten dabei vor allem die gefährlichen Spitzen Ashkan Dejagah (10 Tore), Chinedu Ede (6) sowie Sebastian Hoeneß und Sejad Salihovic (beide 5 Treffer). Im Hinspiel siegten die „Störche“ noch durch die beiden Treffer von Breitenreiter und Lindemann verdient mit 2:0.

Insgesamt drei Spiele stehen für die KSV Holstein in den nächsten 7 Tagen auf dem Programm. Fast alle erwarten nun eine Trotzreaktion und vor allem Erfolge, doch gerade gegen vermeintlich schwache Teams wie die Kellerkinder aus Köln und Chemnitz tun sich die „Störche“ zurzeit besonders schwer. Holstein muss jetzt einfach seine Chance nutzen, wenn die bisher so hervorragend verlaufene Saison nicht in Ernüchterung enden soll. „Wir hängen uns noch einmal voll rein, denn wir haben es noch selbst in der Hand“, setzt auch Kapitän Breitenreiter in der „Woche der Wahrheit“ auf positives Denken und die Stärken seines Teams. (nawe)

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