Sa. 14.00 Uhr: Holstein Kiel – Erzgebirge Aue

3. Liga (16. Spieltag)

Geht es nach Holstein-Trainer Christian Wück, so werden die Kieler Fans am Sonnabend ab 14.00 Uhr gegen den Ex-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue eine Mannschaft erleben, die von der ersten Sekunde an den absoluten Willen zeigt, die drei Zähler im Storchennest zu behalten. Gegen den Kultclub aus Sachsen, der einst unter dem noch immer bei eingefleischten Anhängern gängigen Namen „Wismut“ auch auf europäischem Parkett für Furore sorgen konnte, sollen drei Punkte auf der Habenseite verbucht werden.

„Das aggressivere Team wird gewinnen, das werden wir diesmal sein“, so Wück, der von seiner Mannschaft nach der bitteren Pille in München „eine passende Reaktion“ einfordert. „Ich möchte endlich das Selbstbewusstsein von Siegertypen auf dem Rasen sehen“, hofft Wück auf den ersten Sieg unter seiner Regie. „Wenn ich als Spieler auf dem Platz stehe, dann sind für mich die folgenden Dinge wichtig: Leistung bringen, Tore machen, Erfolge einfahren, Teil einer funktionierenden Mannschaft sein, die Prämie abholen und am nächsten Tag in der Zeitung stehen“, nimmt Wück seine Spieler in die Pflicht.

Trotz der Ausfälle von Sven Boy (Lauftraining), Holger Hasse (sammelt Spielpraxis in der U23), Michael Frech (Rotsperre) und Marc Heider (Achillessehnen-OP) sieht Wück durchaus Möglichkeiten, sinnvolle Veränderungen vorzunehmen. „Noch einmal werde ich mir eine Leistung wie an der Isar nicht bieten lassen, das haben meine Jungs in dieser Woche auch alle begriffen“, versucht der Ex-Profi, seine Spieler bei der Ehre zu packen. „Bei bislang neun Einwechslungen in den letzten drei Partien konnte ich nicht ein einziges Mal frischen Wind ausmachen auf dem Feld, so etwas darf nicht mehr passieren“, hofft Wück auf „Feuer, Mut im Zweikampf und Durchsetzungsvermögen“. Denn nur mit spielerischen Mitteln sei auf Sicht kein Blumentopf zu holen in der robusten 3. Liga, meint der analytisch denkende Franke. „Wir wollen den Gegner zeigen, dass in Kiel nichts zu holen ist“, gibt sich Wück trotz der mageren Bilanz von nur einem Zähler aus den letzten drei Spielen selbstbewusst. Holstein will sich im Tabellenkeller Luft verschaffen.

Die Kieler müssen beim Streben nach drei Punkten vor allem auf das Auer-Duo Najeh Brahem (ehemals FC Magdeburg)und Routinier Skerdilaid Curri achten. Beide harmonierten in den letzten Wochen prächtig und wollen nach zwei sieglosen Spielen wieder Grund zum Jubeln haben. Der Tabellenfünfte wird an der Förde auf Sieg spielen, um seine Chancen nach oben zu wahren. (Patrick Nawe)

Foto: Christian Wück nimmt sein Team in die Pflicht.

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