Sa. 14.00 Uhr: Holstein Kiel – SC Preußen Münster

Kieler Störche „brennen“ auf die Preußen –

Wettergott entscheidet über Jahresauftakt

Die Kieler Fans hoffen in der Fußball-Regionalliga Nord nach den beiden wetterbedingten Spielausfällen gegen Leverkusen und Berlin in den letzten Wochen nun auf den Jahresauftakt. Gegner soll am Samstag um 14.00 Uhr im Holstein-Stadion Preußen Münster sein. Und Trainer Frank Neubarth hat die Qual der Wahl. Abgesehen von Thomas Piorunek (Rückenprobleme) und Henning Grieneisen (macht nach Kreuzbandzerrung derzeit nur leichte Laufeinheiten und Reha-Training) sind alle Mann an Deck und „brennen“ auf den Kampf um die Spitzenposition.

Am 24. August kassierten die Kieler „Störche“ beim 1:3 in Münster eine der beiden Saison-Niederlagen. Dabei war die KSV Holstein bereits frühzeitig durch Torjäger Ryan Coiner (3.) in Führung gegangen. In einer leidenschaftlich geführten, gutklassigen Partie kam Münster immer besser in Fahrt, erzielte zehn Minuten nach der Kieler Führung den Ausgleich und kam dank einer Einzelleistung von Yilmaz (46.) zu einem Traumstart in die zweite Hälfte. Der starke Noutsos (57.) machte schließlich mit einem sehenswerten Solo den verdienten Sieg perfekt. Im Anschluss an die Auswärtsniederlage setzten die „Störche“ zu einem fulminanten Höhenflug an, erklommen mit 7 Siegen in Folge sogar die Tabellenspitze der Regionalliga Nord.

Im Rückspiel fordern die Kieler Revanche und wollen gegen Münster mit dem ersten „Dreier“ im neuen Jahr ihre Ansprüche auf einen Aufstiegsplatz untermauern. Mit den Adlerträgern macht sich am Wochenende ein alter Bekannter auf die Reise an die Kieler Förde, denn Preußen-Coach Hans-Werner Moors saß vom 16.09.2002 bis zum 09.09.2003 bei den „Störchen“ auf der Trainerbank und schaffte im Sommer 2003 aus schier aussichtsloser Lage noch den Klassenerhalt. Aus diesem Grund kehrte er auch in Münster zurück auf den Chefsessel und man schwört dort auf den „Feuerwehrmann“ HWM.

Verlängerter Arm auf dem grünen Rasen ist seit der Winterpause „Wandervogel“ und Routinier Ansgar Brinkmann, der es – von Dynamo Dresden kommend – auf seiner inzwischen 15. Station als Profifußballer noch einmal wissen will. Brinkmann kann dabei auf seine Erfahrung aus 316 Zweitliga- und 59 Bundesliga-Spielen zurückgreifen.

Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge steht den Preußen das Wasser bis zum Hals. Der Rückstand auf Platz 14 beträgt bereits vier Zähler. Und ein Erfolg der auswärtsschwachen Münsteraner (nur magere fünf Zähler und zwei Treffer in neun Partien) erscheint beim Spitzenteam aus Kiel als äußerst fragwürdig. 15 Tore in 19 Partien sind zu wenig zum Überleben in der Regionalliga Nord. Holstein Kiel ist klarer Favorit und sollte sich die Butter von der drittschwächsten Auswärtsmannschaft der Regionalliga Nord eigentlich nicht vom Brot nehmen lassen.

Auf Grund der momentan wetterbedingt schlechten Trainingsbedingungen hat sich der Preußen-Tross bereits am Donnerstagvormittag auf den Weg in Richtung Norden gemacht. Nach einem Kurztrainingslager in Herzlake geht es Freitagmittag weiter nach Kiel.

Im „Storchennest“ ist die Spannung groß und nach der Zwangspause will man jetzt endlich an die Erfolge der Vorrunde anknüpfen. „Wir haben lange in der Warteschleife gehangen, jetzt muss es einfach losgehen“, hofft Henrik Preuß, der sich im Kampf um den Platz zwischen den Pfosten in der Vorbereitung gegen Konkurrent Simon Henzler durchsetzen konnte, auf den Jahresauftakt im Kieler Holstein-Stadion. „Wir sind alle in bester Verfassung und wollen durch Erfolge unsere Konkurrenten unter Druck setzen“, hoffte auch der gut gelaunte Abwehr-Stratege Alexej Spasskov am Mittwoch noch auf den „Wettergott“. Trotz der gestrigen Regenschauer kann man angesichts der Platzverhältnisse derzeit noch vorsichtig optimistisch sein. (nawe)

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