Sachsen Leipzig – Holstein Kiel 0:3 (0:2)

Regionalliga Nord (33. Spieltag)

Die Spannung im Aufstiegsrennen zur 3. Liga nähert sich dem Siedepunkt. Trotz des souveränen 3:0 (2:0)-Erfolges der Kieler Störche beim FC Sachsen Leipzig wird die Entscheidung erst am kommenden Sonntag fallen, da Holsteins punktgleicher (und im Torverhältnis nun um sieben Treffer schlechtere) Verfolger Halle sich mit dem 2:0 in Wolfsburg ebenfalls einen „Dreier“ sicherte.

Vor den 1622 Zuschauern im Leipziger Zentralstadion war die Mannschaft von Falko Götz über die gesamten 90 Minuten das klar spielbestimmende Team. Die Platzherren besaßen nicht eine einzige Torchance und bescherten Kiels Schlussmann Michael Frech so einen entspannten Nachmittag.

Die Führung für die Gäste aus Kiel fiel bereits nach 13. Minuten. Hauke Brückner wuchtete die Lederkugel aus 22 Metern ins linke untere Eck und ließ dem überraschten Sachsen-Keeper Daniel Lippmann keine Abwehrchance. Nach einer halben Stunde dann die Vorentscheidung im WM-Stadion. Christian Jürgensen schlug den Ball von der linken Seite scharf in den Strafraum, Holstein-Stürmer Tim Wulff stieg höher als sein Bewacher Robert Gerber und drückte die Kugel aus sieben Metern per Kopf in die Maschen.

Auch nach der Pause ließen die Kieler nichts anbrennen und setzten weiter auf die Offensive. Mohammed Lartey aus zehn Metern rechter Position (46.), Marco Stier aus 14 Metern (49.), erneut Stier von der 5-Meter-Raum-Grenze (71.) sowie Führungstorschütze Tim Wulff (84.) verpassten weitere Treffer für die Störche. Den Schlusspunkt unter eine einseitige Regionalliga-Begegnung setzte der in der 75. Minute eingewechselte Jan Hoffmann. Der Ex-Lübecker nutzte einen Patzer von Enrico Köckeritz an der Strafraumgrenze, lupfte das Leder über den heraus eilenden FC-Schlussmann zum 3:0 ins Netz (88.) und ließ sich von den rund 500 mitgereisten Kieler Schlachtenbummlern gebührend feiern.

„Wir freuen uns jetzt unheimlich auf den Showdown gegen den VfB Lübeck. Nach der starken Leistung meiner Mannschaft wollen wir am Sonntag den Aufstieg unter Dach und Fach bringen“, zeigte sich KSV-Coach Falko Götz zufrieden mit der Vorstellung seiner Störche und blickt hochmotiviert dem Saisonabschluss im Holstein-Stadion (So. 13.30 Uhr) entgegen.

„Eine bessere Konstellation kann es gar nicht geben. Nun können wir bei der inoffiziellen Schleswig-Holstein-Meisterschaft gegen den VfB den Aufstieg perfekt machen“, freute sich Abwehr-Routinier und Mr. Zuverlässig Peter Schyrba nach dem Schlusspfiff. Auch Kapitän Sven Boy ließ nach dem Spiel keinen Zweifel an der Marschroute für die abschließende Partie gegen den Landesrivalen: „Es geht um alles, wer da auf dem Platz steht, der wird wissen was die Stunde geschlagen hat!“

FC Sachsen Leipzig: Lippmann – Werner, Gerber, Balic (46. Köckeritz), Felke – Heinze (71. Schmidt), Backhaus (55. Baum), Moritz, Schinke – Schlieder, Grimaldi

Holstein Kiel: Frech – Siedschlag, Boy, Schyrba, Jürgensen – Brückner – Vujcic, Lartey, Nouri (82. Großöhmichen), Stier (76. Hoffmann) – Siedschlag, Wulff (89. Holt)

Tore: 0:1 Brückner (14.), 0:2 Wulff (31.), 0:3 Hoffmann (89.)

Zuschauer: 1622

Schiedsrichter: Schmickartz (Berlin)

Foto: Kieler Jubel nach dem 2:0.

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