So. 14.00 Uhr: TuS Heeslingen – Holstein Kiel

Oberliga Nord

Rund 700 Zuschauer bilden den treuen Stamm an Zuschauern, der dem Oberliga-Aufsteiger TuS Heeslingen in dieser Saison bislang den Rücken stärkte. Doch wenn sich auf der Sportanlage des Waldstadions traditionsreiche Gegner wie zum Beispiel der VfB Oldenburg ein Stelldichein geben, dann kennt die Begeisterung an den Dorfwiesen keine Grenzen. Beachtliche 1800 Besucher lösten am 9. November ein Ticket für das Duell der beiden Aufsteiger und hievten den Zuschauerschnitt auf für Heeslinger Verhältnisse schier unglaubliche 1029 Besucher. Und die Begeisterung schlug sich gegen den VfB auch im Resultat nieder. Die Anhänger des derzeitigen Tabellenneunten sahen einen fulminanten 3:0-Erfolg der Gütschow-Mannen. Gelingt dem Turn- und Sportverein auch gegen den Spitzenreiter Holstein Kiel eine Überraschung? Vor der Abreise der Kieler Störche Richtung Niedersachen sprachen wir mit Holstein-Kapitän Sven Boy.

Hallo Sven, nach der Spielpause am vergangenen Wochenende endlich wieder Fußball für die Störche. Wie habt Ihr die letzten 14 Tage genutzt?

Losgelöst vom Spielrhythmus haben wir härter und intensiver trainiert als in normalen Einheiten. Es liegt eine sehr gute Woche hinter uns. Sie hat uns als Mannschaft noch einmal einen deutlichen Schritt nach vorne gebracht. Der Schwerpunkt lag auf Spielformen und der Arbeit an unserer Kompaktheit. In den nächsten Wochen treffen wir auf Gegner, die nur selten versuchen werden, mitzuspielen.

Am Sonntag geht es nach Heeslingen. Selbst für Experten nahezu ein unbeschriebenes Blatt im Ligafußball. Mit welchen Erwartungen reist Du nach Niedersachsen?

Wir sind erneut Favorit, so wie in jedem Spiel in dieser Saison. Dennoch sind Partien wie jetzt in Heeslingen keine Selbstgänger. Gerade vor heimischer Kulisse geht der Aufsteiger mit viel Euphorie zur Sache. Da ist neben spielerischen Mitteln auch voller körperlicher Einsatz gefragt. Solche Spiele können auch mal weh tun.

Dennoch wäre alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung…

Wir haben in dieser Saison häufig die Spiele dominiert, aber dennoch ist kein Gegner ein Spielball, den man einfach so weghauen kann. Gegen die massiven Abwehrriegel benötigt man Geduld, aber sicherlich keinen Hurra-Fußball. Die Gegner agieren manchmal wie Handball-Teams. Ein oder zwei Angreifer, kein Mittelfeld, aber dafür acht oder neun Verteidiger. Da werden die Räume unheimlich eng. Da die Medien uns vor der Saison als Bayern der Liga hingestellt haben, stehen wir eben manchmal auch bei knappen Erfolgen in der Kritik. Die positiven Entwicklungen im Gesamtkonzept werden gerne einmal übersehen.

Das Interview führte Patrick Nawe

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