VFL Osnabrück – Holstein U15 3:4 (2:2)

C-Junioren Regionalliga

Osnabrück lag dreimal in Führung

Bis zum Sieg lagen lange siebzig Minuten hinter den Kielern. Holstein verschlief die Anfangsphase und die Osnabrücker erspielten sich Torchancen im Minutentakt. In dieser Phase konnten sich die Kieler bei ihrem Schlussmann Christian Gutsmann bedanken, der mit Glanzparaden schlimmeres verhindern konnte. In der siebten Spielminute musste sich aber auch Schlussmann Gutsmann geschlagen geben. Ein unnötiger Ballverlust im Kieler Mittelfeld nutzte Angreifer Abiola Folarim zur verdienten 1:0 Führung (7.) Doch auch der frühe Gegentreffer rüttelte die Kieler nicht wach. Die Jungstörche kamen einfach nicht in die Partie, die Fehlpässe häuften sich und auch in den Zweikämpfen zeigten sich die Osnabrücker verbissener und waren meist einen Schritt schneller. Dennoch erzielten die Kieler in der 18. Minute durch Marius Kaak den 1:1 Ausgleichstreffer. Vorangegangen war ein Lattenkracher von Tim Schümann (siehe Foto). Der Ball prallte von der Latte zurück ins Feld und Marius Kaak köpfte den Ball unhaltbar in die Maschen. Die Kieler Freude hielt jedoch nicht lange an, wiederum war es Abiola Folarim, der durch einen Stellungsfehler in der Kieler Abwehr den 2:1 (22.) Führungstreffer für Osnabrück erzielte. Die Kieler schüttelten endlich ihre Nervosität ab und fanden über den Kampf zurück ins Spiel. In der 27. Minute war es Tim Schümann, nach Vorarbeit von Tjark Gutzeit, der mit einem akrobatischen Seitfallschuss den 2:2 Ausgleichstreffer markierte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es wiederum Schlussmann Gutsmann, der mit einer Glanzparade einen erneuten Rückstand verhindern konnte.

Nach der Halbzeit bot sich dann für die Zuschauer ein offener Schlagabtausch. Beide Abwehrreihen standen heute alles andere als sicher. Somit ergaben sich zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten. So auch in der 48. Spielminute, als wiederum Abiola Folarim zum Sololauf ansetzte und mit seinem dritten Treffer in diesem Spiel den Führungstreffer zum 3:2 für Osnabrück markierte. Nun flammte endlich das Kieler-Kämpferherz auf, dreimal rannte man einem Rückstand hinterher und in dieser Phase ließen die Jungstörche keineswegs die Köpfe hängen. Sie erhöhten die Schlagzahl und drängten auf den Ausgleich. Diese Moral wurde in der 62. Minute mit dem 3:3 Ausgleichstreffer belohnt. Ein Fernschuss aus 25 Metern von Tim Schümann knallte von der Latte gegen den Rücken von Osnabrücker-Schlussmann Max Schmalz und dann ins Tor. In diesen Moment waren die Kieler zurück im Spiel. Am Ende nutzten die Kieler ihre Torgefährlichkeit aus und drehten den Spielverlauf mit dem Siegestreffer von Gerrit Griese in der 68. Spielminute völlig auf den Kopf. Osnabrück war gerade in der Vorwärtsbewegung, als der Angriff abgefangen wurde und dann ging es auch ganz schnell. Robin Schubert erkämpft den Ball am eigenen Strafraum, spielt direkt auf die rechte Außenbahn auf Ian Claus, dieser spielt genau in die Schnittstelle mit einem Diagonalpass in die Tiefe auf Tjark Gutzeit. Mit einem Tempodribbling überlief Tjark Gutzeit die komplette Osnabrücker Abwehr und vor dem Tor spielt Tjark Gutzeit völlig uneigennützig quer auf den mitlaufenden Gerrit Griese der zum 3:4 (68.) Siegestreffer ungehindert einschieben konnte. Der Schiedsrichter ließ insgesamt sechs Minuten Nachspielen und Osnabrück setzte nochmals alles auf eine Karte. Die letzten Minuten waren extrem Hitzig und aus Kieler Sicht eine Zitterpartie. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff rettete wiederum der starke Keeper Christian Gutsmann in höchster Not (70+6.).

„Betrachtet man die Gesamtspielzeit, wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. Die raue Regionalligaluft hat uns sehr zugesetzt und trotzdem langte eine dreimalige Osnabrück Führung nicht aus. Unsere Mannschaft hat in vielen schwierigen Phasen Moral bewiesen und nie aufgegeben. Am Ende wurde, wenn auch glücklich, der Tüchtige belohnt.“ (Oliver Wuttke)

VfL Osnabrück: Schmalz – Gieseke, Meyer, Worch – Cook (36. Moss), Glowazc, Balzis, D. Greiff (15. Altemöller), Bayram (55. Spahija/69. Müller) – Folarin, Heitmann

Holstein Kiel: Gutsmann – Tino Gutzeit (28. Acer), Häbry, Schubert, Syroka – Jeß (39. Claus), Feige, von Diczelski (Höckendorf), Kaak (60.) – Tjark Gutzeit, Schümann. Trainergespann: Wuttke/Bolz/Gonda

Tore: 1:0 Abiola Folarim (7.), 1:1 Marius Kaak (18.), 2:1 Abiola Folarim (22.), 2:2 Tim Schümann (27.), 3:2 Abiola Folarim (48.), 3:3 Tim Schümann (62.), 3:4 Gerrit Griese (68.)

Schiedsrichter: Fabian Albrecht (Barsinghausen)

Zuschauer: 100

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