VfL Osnabrück II – Holstein Kiel II 1:1 (1:1)

Oberliga Nord –

Preuß rettete Punkt in der 87. Minute

Sowohl der VfL Osnabrück als auch die KSV Holstein treten in der Fußball-Oberliga Nord weiter auf der Stelle. Nach dem 1:1 im Nordderby rangiert der VfL mit nunmehr 18 Zählern auf Platz acht der Tabelle, während die Mannschaft von Hans-Friedrich Brunner trotz der guten Vorstellung weiter Rang 13 belegt und nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge aufweist.

Eine unterhaltsame Nullnummer erlebten die wenigen Zuschauer in Osnabrück. Die Partie fand unter äußerst widrigen Bedingungen statt, denn kurz vor dem Anpfiff gingen Sturzbäche auf den Platz nieder und die erheblichen Windstärken machten den Akteuren zu schaffen. Holstein war in Osnabrück auf einigen Positionen verändert, musste auf Matthias Hummel verzichten – er spielte am Vortag mit der ersten Mannschaft in Ahlen – und ging von Beginn an beherzt zur Sache. Doch den besseren Start hatten die Lila-Weißen. Regionalliga-Leihgabe Großöhmichen sorgte in der 26. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 20 Metern für das 1:0. Der erste Durchgang war an Höhepunkten arm und bis zur Halbzeit konnte sich keine Mannschaft mehr echte Torchancen herausspielen.

„Ich habe in der Pause noch einmal an das Gewissen meiner Truppe appelliert und nach dem Wiederanpfiff hat sie das dann auch ausgezeichnet umgesetzt“, freute sich Hans-Friedrich Brunner über den neuen Schwung, mit dem seine Störche in den zweiten 45 Minuten zur Werke gingen. Nach einem Foul von Egbers an Wulff zeigte Schiedsrichter Diettrich sofort auf den ominösen Punkt und Zmijak (57.) ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte den fälligen Strafstoß. Holstein hatte nun ein deutliches Übergewicht und war immer wieder im Ballbesitz. Osnabrück hatte jetzt nicht mehr viel anzubieten. In den letzten zwanzig Minuten ging es noch einmal turbulent zu in Osnabrück. Doch Wulff per Kopfball auf Flanke von Siedschlag (68.), Zmijak mit einem tollen Schuss aus 25 Metern (70.), Hassler aus 20 Metern und Hauptmann (85.) mit einem „Riesen“ aus kurzer Distanz nach toller Vorarbeit von Siedschlag fanden nicht das Ziel. Dann noch einmal Gefahr vor dem Kieler Tor. Nach einem gekonnten Querpass von Tüting zieht Ipsilos das Leder aus zehn Metern über das Tor. In der 87. Minute rettete KSV-Keeper Preuß mit einer Weltklasse-Parade gegen Heidenreich das Remis für die „Störche“.

„Aufgrund der neuen Zusammenstellung muss ich sehr zufrieden sein, vor allem auch mit der Leistungssteigerung meiner Elf im zweiten Durchgang. Kämpferisch und spielerisch sind wir deutlich auf dem Weg zum nächsten Sieg, da muss man auch mal Geduld haben“, zog Brunner ein positives Fazit und lobte am Ende das Oberliga-Debüt des A-Jugendlichen Lewe Hingst. Auch KSV-Kapitän Timo Bruns war mit dem Resultat letztlich zufrieden: „Mit einer super Moral haben wir einen Punkt mitgenommen, auch wenn es bei unseren Chancen auch gut drei hätten sein können!“ (Patrick Nawe)

Osnabrück: Unger – Thomas, Flottmann, Egbers, Heidenreich – Mäscher, Rose (71. Hammerschmidt), Großböhmichen, Schiffbänker – Guimares-Klausch (75. Klausch), Tüting.

Kiel: Preuß – Hassler, Schrum, Jürgensen, L. Hingst – Bruns – Siedschlag, Zmijak (89. Pinkert), Afriyie (82. Hansen) – Wulff, Hauptmann

Tore: 1:0 Großöhmichen (26.), 1:1 Zmijak (57.)

Schiedsrichter: Diettrich (Bremen)

Zuschauer: 86

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