„Wir müssen unsere Spiele gewinnen“

Sa. 14 Uhr: Hertha BSC II – Holstein Kiel

Ohne Mitwirkung von Holstein Kiel drehte sich das Karussell
um den einzigen Aufstiegsplatz am gestrigen Mittwoch munter weiter. Diesmal
ließ Ligakrösus RB Leipzig überraschend bei der 0:1-Niederlage alle drei Punkte
beim Nachwuchs des Hamburger SV liegen und sorgte ungewollt für
Motivationsschübe in den Lagern des Halleschen FC und Holstein Kiel.
Störche-Trainer Thorsten Gutzeit registrierte die Verbesserung der Ausgangslage
vor dem Spiel der KSV bei Hertha BSC II (Samstag, 14 Uhr, Amateurstadion
Berlin), sieht aber keinen Anlass für ein Stimmungshoch.

„Wir müssen unsere Spiele gewinnen, mehr können wir nicht
beeinflussen.“ Dieses Fazit zog Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit aus der
Niederlage von RB Leipzig am Mittwoch-Abend, das erneut die Ausgangslage der Kieler
im Aufstiegsrennen in die 3. Liga veränderte. Hatten die Störche bis dahin mit
einen Punkt hinter Halle und zwei hinter Leipzig die schlechteste
Ausgangsposition um die Spitzenreiterposition, würde ein Sieg der Kiel im noch
ausstehenden Nachholspiel den 2. Platz hinter dem HFC bedeuten. „Es bleibt
spannend, da sich gezeigt hat, dass alle Spitzenteams sich schwer strecken
müssen. Und wir hoffen, dass wir so lange wie möglich oben dran bleiben
können“, erklärte Gutzeit im Pressegespräch zum Spiel gegen Hertha BSC II.

Jakusch oder Strähle?

Der guten Nachricht aus Leipzig folgte aber sogleich die
schlechte aus dem eigenen Lager. Kiels unangefochtene Nummer 1 Morten Jensen
zog sich im Training eine Knieverletzung zu und fällt mehrere Wochen aus. Ein
Sieg gegen Berlin wäre somit auch ein Sieg für Morten Jensen. Wer den
Stammkeeper vertreten wird, ließ Gutzeit noch offen: „Daniel Strähle und Niklas
Jakusch haben ihre Qualitäten unter Beweis stellen können und die ganze Saison
sehr gut gearbeitet. Daher haben wir keinerlei Bedenken. Wir haben immer
gesagt, dass alle Spieler wichtig in einer langen Saison sind – auch auf der
Torhüterposition.“

Gutzeit kann aus dem Vollen schöpfen

Neben Morten Jensen wird nur der langezeitverletzte Tim
Siedschlag bei den Hertha-Bubis fehlen. Die verletzten oder angeschlagenen
Spieler des letzten Spiels – Fabian Wetter, Christian Jürgensen und Fietes
Sykora – stehen Trainer Thorsten Gutzeit ebenfalls wieder zur Verfügung, der
ein anderes Spiel erwartet, als einen klaren 6:0-Sieg wie im Hinspiel: „Wir
wissen nicht wirklich, was uns erwartet. Hertha BSC II spielt jedes Wochenende
mit einer anderen Aufstellung, sind technisch stark, unberechenbar und
verspielt. Wir werden mit großem Willen und aller Leidenschaft zu Werke gehen
müssen, um die drei Punkte einzufahren.“ Anstoß ist am Samstag, um 14 Uhr im
Amateurstadion in Berlin.

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