Woman II – Meldorf 3:1 (1:1)

Frauen Schleswig-Holstein-Liga

Die Mannschaft von Dieter Menke-König blieb auch im vorletzten Spiel ungeschlagen. Gegen TuRa Meldorf gab es ein hochverdientes 3:1. Damit kann die Zweitvertretung der Holstein Woman am 22. Spieltag gegen den Ratzeburger SV in der SH-Liga 2008/09 ohne dreifachen Punktverlust sich auf die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord vorbereiten.

Nachdem am vergangenen Mittwoch abend mit dem 6:0 über TSV Rieseby die Meisterschaft in der Schleswig-Holstein gefeiert wurde, galt es nun wieder die Konzentration gegen den seit acht Pflichtspielen ungeschlagenen Gegner aus Meldorf aufzunehmen.

Erstmalig traf die Zweitvertretung der personelle Engpass der Holstein Woman I. Svenja Nefen und Rosa Pérez Traulsen verstärkten das Team in Gersten.

Somit war die Innenverteidigung der Viererkette erneut neu zu formieren. Nach anfänglichen Abstimmungsschwierigkeiten lösten Tessa Schildt und Gönna Gabriel ihre Aufgaben mit Bravour. Gyde Fuhrmann und Jytte Stelck spielten die klassischen Offensiv-Aussenverteidiger und liessen den gegnerischen Spielerinen kaum Platz zur Entfaltung. Mit Sabrina Eckhoff und Jessica Klingenberg vor der Abwehr sowie zunächst Anne Jäkel über rechts und Siri Thomsen über links versuchte die Elf von Dieter Menke-König die Offensiven Kati Krohn und Sandra Bannas in Szene zu setzen.

Dieses gelang in der ersten Hälfte des Spiels leider zu selten. Ob es nun an der Hitze auf dem Fördeplatz lag oder ob die Gedanken schon bei den Aufstiegsspielen waren, der Grund für die anfängliche Konzentrationsschwäche wird noch gesucht. Zudem stellte sich mit Meldorf ein äusserst kampfstarkes und auch spielerisch überzeugendes Team bei vor, das gewollt war, ihre Serie nicht abreissen zu lassen. Trotz der Hitze dauerte es eine Zeit lang, bis Holstein auf Betriebstemperatur kam.

Nach verteiltem Spiel in den ersten Minuten nahm Blohm in der 5. Minute einen verunglückten Querpass der KSV-Defensive auf und schob aus 11 Metern unhaltbar für Fredericke Borreck zum 0:1 ein. Keineswegs geschockt über diesen Rückstand verlagerten die Heimelf das Spiel in die Hälfte von Meldorf. Dieser Dauerdruck führte dazu, dass Krohn nach einem Eckball im Strafraum in der 17. Minute gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Bannas sicher zum 1:1. In der Folgezeit ergaben sich mehrere Chancen, die entweder der Pfosten oder die Torfrau zunichte machten. Mit dem Remis ging es in die Halbzeitpause.

In Hälfte zwei spielte die Kielerinen sehr konzentriert und diszipliniert. Die Mehrzahl der Zweikämpfe im Mittelfeld gewann Holstein fortan und leitete sofort Gegenangriffe über die Aussen und beiden Sechsern ein. Mit geduldiger Spielweise gab es weiter sehr gute Möglichkeiten in Führung zu gehen. Leider blieben die zahlreichen Chancen noch ungenutzt. In der 71. Minute erlöste dann Sabine Pürwitz nach sehenswertem Pass von Krohn mit der 2:1-Führung. Anschliessend drückte der Meister auf die endgültige Entscheidung, ohne aber dabei die Defensive zu vernachlässigen. Denn die Meldorferinnen blieben mit ihrem gefälligen Kombinationsspiel und Kontern stets gefährlich. In der 88. Minute stellte Bannas mit Ihrem zweiten Treffer des Spiel den Endstand zum 3:1 her.

Fazit: Das Team hat sich trotz des zeitweiligen Rückstandes nicht beirren lassen und spielte geduldig – gerade in den zweiten 45 Minuten – und sehr druckvoll mit dem absoluten Willen zum Torerfolg. Selbst die vielen Wechsel haben das Team nicht von ihrem Weg abbringen lassen. Im Gegenteil, die eingewechselten Spielerinnen belebten das Spiel immer wieder aufs Neue.

Holstein Kiel II: Fredericke Borreck – Jytte Stelck (70. Kati Krohn), Tessa Schildt, Gönna Gabriel (70. Sabrina Eckhoff), Gyde Fuhrmann – Siri Thomsen, Jessica Klingenberg (56. Johanna Pöpperl), Sabrina Eckhoff (46. Sandra Bannas), Anne Jäkel (29. Sunna Wichmann (73. Anne Jäkel)), Kati Krohn (37. Sabine Pürwitz) – Sandra Bannas (27. Franka Röder)

TuRa Meldorf: Katharina Ramm, Annika Rothe (35. Marie Rödiger), Hanna Blesin, Kerstin Jokisch, Kim Elers, Nicole Jebens, Lisa Blohm, Surya Dreiskämper, Merle Blesin, Wiebke Ramm, Jana Wethje (84. Annika Rothe)

Tore: 0:1 Blohm (5.), 1:1 Bannas (16., FE), 2:1 Pürwitz (71.), 3:1 Bannas (88.)

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