Zum Start in die Saison 2026/27 empfingen unsere Holstein Women am Sonntag in der Play-Off-Runde des DFB-Pokals der Frauen den 1. FC Magdeburg. Trotz eines engagierten Auftrittes der Kielerinnen, stand am Ende eine 0:3-Niederlage.
Holstein Women – 1. FC Magdeburg 0:3 (0:2)
Nach einer ersten, kurzen Phase des Abtastens suchten unsere Women direkt den Weg in die Offensive und durften bereits nach fünf Minuten nach einem flachen Eckball erstmals jubeln. Der Treffer zählte jedoch aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung der Torschützin Janine Minta nicht. Stattdessen gelang den Gästen aus Magdeburg die frühe Führung. In der zehnten Spielminute konnte Akane Miyoshi bei einer Hereingabe von der linken Seite aus zentraler Position zu frei einschieben.
Von diesem Rückstand zeigten sich unsere Women aber zunächst unbeeindruckt, hatten gute Phasen mit Ball und machten das Spiel besonders über die Außenbahnen immer wieder schnell. So setzte sich Neuzugang Lisann Petersen über die rechte Seite stark durch und fand in der Mitte Arjela Lako, die die bis dahin beste Chance auf den Ausgleich aus kurzer Distanz verpasste (18.). Aber auch die Magdeburgerinnen wurden immer wieder durch schnelles Umschalten und ihr hohes Tempo gefährlich, sodass die rund 300 Fans im CITTI FUSSBALL PARK eine spannende Partie geboten bekamen.
In einer Phase, in der unsere Women zunehmend auf den Ausgleich drückten, schlug Magdeburg eiskalt zu und erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 (36.). Trotz weiterer guter Bemühungen wurde die Elf von Cheftrainer Stefan Fischer nicht zwingend genug und musste so zunächst mit dem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine gehen.
Kurz nach Wiederanpfiff machten unsere Kielerinnen deutlich: Sie hatten sich hier noch etwas vorgenommen. Ein hoher Ballgewinn der eingewechselten Kira Hasse führte zum Konter, den Minta am Ende jedoch nicht verwerten konnte. Aber auch der spielstarke FCM machte früh Druck und stellte Women-Keeperin Lela Naward in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs mehrfach auf die Probe. Holsteins Bemühungen fehlte die letzte Präzision, insgesamt waren die Bälle zu schnell wieder weg, als dass es vor dem Tor der Gäste wirklich zwingend wurde.
Die wiederum nutzten ihre Chancen, erhöhten nach einem schnell ausgeführten Konter durch Neele Abraham auf 3:0 und machten damit auch die letzten Hoffnungen unserer engagierten Women zunichte (69.). Zwar köpfte Ronja Jürgensen in der Schlussphase noch an den Pfosten und verpasste damit den Anschlusstreffer, am Ende blieb es aber beim 0:3 aus Sicht der KSV und damit beim Ausscheiden aus dem DFB-Pokal der Frauen in der Play-off-Runde.
Statistik
Holstein Women: L. Naward – Redant, Grosnick, Zimmermann, Jöhnk (79. Kuhrt) – Lako, Ehrig, Tolksdorf (46. Carone) – Minta (62. A. Naward), Petersen (46. K. Hasse) – Jürgensen.
Tore: 0:1 Miyoshi (10.), 0:2 Bölke (36.), 0:3 Abraham (69.).
Stimmen zum Spiel
Stefan Fischer: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, waren aber vor dem Tor insgesamt zu ungefährlich. Uns hat der letzte Punch gefehlt. Bis zum Strafraum haben es die Mädels fußballerisch stark gelöst, deshalb bin ich auch trotz der Niederlage stolz auf meine Mannschaft. Für uns nehmen wir jetzt Themen wie Torabschlüsse und noch einmal einen Fokus auf die Defensive mit. Insgesamt bin ich nach diesem Auftritt zuversichtlich, was die Saison angeht.“
Lela Naward: „Uns hat heute das Quäntchen Glück gefehlt. Dass uns der erste Treffer nicht gegeben wird, ist natürlich unglücklich, aber das müssen wir hinnehmen. Insgesamt waren wir gut im Spiel und haben füreinander gekämpft. Der Gegner hat seine Chancen eiskalt genutzt, das ist uns nicht gelungen. Insgesamt ist diese Niederlage aber zu hoch ausgefallen, weil wir das gesamte Spiel auf Augenhöhe mitgespielt haben.“
Janine Minta: „Ich finde, wir haben in den ersten Minuten schon Druck gemacht und eigentlich gut ins Spiel gefunden. Die frühe Führung hätte uns natürlich in die Karten gespielt, stattdessen haben wir uns dann zwei unglückliche Gegentore gefangen. Da müssen wir in den Zweikämpfen konsequenter sein und unsere Chancen vorne besser nutzen. Trotzdem können wir aus diesem Spiel viel Positives mitnehmen und wissen genau, woran wir in den nächsten Wochen arbeiten müssen.“
Fotos: Nick Hanke
















