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Holstein Women feiern Meisterschaft der Frauen-Regionalliga Nord

Unseren Holstein Women ist zwei Spieltage vor Schluss der krönende Abschluss einer beeindruckenden Saison gelungen: Mit einem souveränen 6:1-Erfolg gegen Hannover 96 sicherten sie sich am Sonntagmittag im Stadion Waldwiese die Meisterschaft der Frauen-Regionalliga Nord.

Holstein Women – Hannover 96 6:1 (2:0)

Die rund 260 Fans an der Waldwiese sahen von Beginn an eine temporeiche Partie, in der unsere Women früh den Weg in die gefährlichen Räume fanden. Doch auch Hannover startete mutig und sorgte vor allem mit hohen Bällen immer wieder für Gefahr. Zwei frühe Holstein-Ecken blieben zunächst ungenutzt und auf der anderen Seite landete ein Freistoß sicher in den Armen von Women-Keeperin Lela Naward (19.).

Nach einer halben Stunde fiel schließlich die verdiente Führung: Sarah Begunk setzte Kira Hasse stark in Szene, die sich zentral im Laufduell durchsetzte und zum 1:0 einschob (32.). Hannover blieb jedoch gefährlich – Nele Obara verfehlte mit einem Abschluss aus der Drehung nur knapp das obere Toreck (37.). Kurz vor der Pause legten unsere Women nach: Kira Hasse eroberte den Ball stark im Laufduell und bediente Arjela Lako, die cool blieb und zum 2:0 ins lange Eck traf (40.). Beinahe hätte Sarah Begunk wenig später sogar noch erhöht, doch ihre Direktabnahme ging knapp am Tor vorbei. So ging es zunächst mit einer verdienten Zwei-Tore-Führung in die Kabine.

Aus dieser kamen die Hannoveranerinnen mit viel Druck zurück, sodass die Anfangsphase des zweiten Durchgangs den Gästen gehörte. In der 55. Minute verwandelte Obara einen Freistoß sehenswert direkt zum 2:1-Anschlusstreffer. Doch dieser Treffer wirkte wie ein Weckruf für unsere Women – und insbesondere für die beiden kurz zuvor eingewechselten Jokerinnen: Nach einer scharf hereingebrachten Ecke von Paula Harder war Ronja Jürgensen zur Stelle und stellte auf 3:1 (59.).

Damit aber nicht genug, denn zwei Minuten später war es erneut Hasse, die die gegnerische Torhüterin umkurvte und aus spitzem Winkel zum 4:1 traf (61.). Auch Jürgensen sollte sich an diesem Spieltag noch zur Doppeltorschützin küren. Nach einem Zuspiel von Kapitänin Begunk hob sie den Ball sehenswert per Lupfer zum 5:1 über Hannovers Torhüterin hinweg ins Tor (63.). Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken blieben unsere Women auch in der Schlussphase die spielbestimmende Mannschaft und erspielten sich weitere Möglichkeiten. Den Schlusspunkt setzte dann erneut Jürgensen, die mit ihrem dritten Treffer den 6:1-Endstand markierte.

Umso größer war der Jubel bei der gesamten Mannschaft, dem Trainerteam und Staff nach dem Abpfiff. Mit 50 Punkten aus 20 Spieltagen stehen unsere Holstein Women uneinholbar an der Spitze der Frauen-Regionalliga Nord und sichern sich bereits zwei Spieltage vor Saisonende den Meistertitel. Damit steht auch fest: Im Juni nehmen die Holstein Women an den Aufstiegsspielen zur 2. Frauen-Bundesliga teil. Dort warten die Meisterinnen der Frauen-Regionalliga West, die aktuell noch nicht feststehen. Über alle weiteren Entwicklungen halten wir euch selbstverständlich, wie gewohnt, auf unseren Kanäle auf dem Laufenden.

Statistik

Holstein Women: L. Naward – Redant, Zimmermann, Erbar, L. Hasse (66. Jöhnk) – Carone (77. Merschmann), Eigebrecht (66. A. Naward) – Lako (57. Harder), Begunk, Minta (57. Jürgensen) – K. Hasse.

Tore: 1:0 K. Hasse (32.), 2:0 Lako (40.), 2:1 Obara (55.), 3:1 Jürgensen (59.), 4:1 K. Hasse (62.), 5:1 Jürgensen (63.), 6:1 Jürgensen (80.).

Stimmen zur Meisterschaft

Stefan Fischer: „Zwei Spieltage vor Schluss fühlt es sich super an. Ich freue mich unfassbar für die Mannschaft. Wir haben in den vergangenen Wochen unglaublich hart dafür trainiert. Das letzte Wochenende gegen Aurich hat noch einmal gezeigt, wie stark wir sind. Dass wir jetzt mit diesem Abstand Meister geworden sind, bestätigt den hohen Aufwand, den wir alle gemeinsam betrieben haben. Der zweite Gedanke geht aber direkt wieder nach vorne: Wir müssen es trotzdem schaffen, die Spannung hochzuhalten. Heute wollen wir aber erstmal feiern.“

Sarah Begunk: „Ich glaube, zu 100 Prozent ist es bei mir noch gar nicht angekommen. Erst in der 90. Minute habe ich mal einen Blick auf die Anzeigetafel geworfen und bin zum ersten Mal emotional geworden. Trotzdem fühlt es sich immer noch irgendwie surreal an. In der Hinrunde mussten wir hier und da noch Erfahrungen sammeln, deshalb waren die Niederlagen an einigen Stellen vielleicht genau richtig. In der Rückrunde haben wir dann gezeigt, dass wir daraus gelernt und an uns gearbeitet haben. Wir sind als Team unglaublich engagiert und motiviert und es fühlt sich an wie eine zweite Familie. Genau das war am Ende entscheidend.“

Lela Naward: „Ich bin wahnsinnig stolz auf uns als Team. Wir haben hart dafür gearbeitet und Woche für Woche Gas gegeben. Wir wissen, was wir jetzt wollen und dass der Weg noch weitergeht. Darauf wollen wir uns bestmöglich vorbereiten. Mir war es in der gesamten Saison wichtig auch als Führungsspielerin voranzugehen und das haben die Mädels super angenommen. In so einem Team habe ich noch nie gespielt. Diese Meisterschaft bedeutet mir alles und gerade könnte es nicht schöner sein.“

Ronja Jürgensen: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. In den vergangenen Jahren haben wir es immer so knapp verpasst und jetzt endlich geschafft. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen. Natürlich freut es mich persönlich sehr, dass ich heute ein gutes Spiel gemacht habe und der Mannschaft mit meinen drei Treffern helfen konnte. Aber insgesamt haben wir als Team eine starke Saison gespielt. Das ist jetzt der verdiente Lohn dafür.“

Fotos: Nico Kaiser

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