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Kira Hasse im Aufstiegsrückspiel gegen den 1. FC Köln II.

Holstein Women verpassen den Aufstieg

Unsere Women konnten eine außergewöhnliche Saison 2025/2026 nicht mit dem Einzug in die 2. Frauen-Bundesliga krönen. Im Aufstiegsrückspiel gegen den 1. FC Köln II lieferten die Holsteinerinnen zuvor allerdings nochmal ein leidenschaftliches Spiel ab. Im ausverkauften Stadion Waldwiese hielten sie am Samstagmittag dabei die Partie über die volle Distanz offen und beendeten ihre Spielzeit mit einem achtbaren Unentschieden.

Holstein Women – 1. FC Köln U21 0:0

Bei Temperaturen um die 30 Grad machte sich die KSV vom Anpfiff weg auf die Mission Aufholjagd. Das Team von Cheftrainer Stefan Fischer spielte mutig nach vorne und kam schnell zu ersten Torgelegenheiten. Sarah Begunk und Kira Hasse erzeugten bei der Kölner Torfrau schon in den ersten fünf Minuten Handlungsbedarf. Erstmals richtig gefährlich wurde es dann in Spielminute acht. Über die rechte Angriffsseite spielten sich unsere Women geradlinig nach vorne, ehe Kira Hasse an der rechten Grundlinie eine präzise Flanke auf Begunk schlug. Ihr direkter Abschluss auf das rechte Toreck konnte aber noch pariert werden.

Es folgte eine zweikampfintensive Phase, die durch die nächste KSV-Angriffswelle abgelöst wurde. Kurz vor der Trinkpause und Mitte der ersten Hälfte kam Begunk zu einer Kopfballchance. Unmittelbar nach der Unterbrechung prüfte Minta abermals Kölns Torhüterin mit einer scharfen Hereingabe. In der Folge ließ das hohe Tempo des Spiel etwas nach, bis Lako kurz vor der Pause zum wiederholten Male das Kieler Chancenplus vergrößerte. Ein Block im letzten Moment verhinderte den Führungstreffer durch Holsteins Nummer 17 am Fünfmeterraum. Deshalb ging es ohne Tore in die Halbzeit.

Die zweite Hälfte begann mit einer spielerischen Schrecksekunde für unseren Women. Auf dem zweiten Bildungsweg löste sich nach einer Ecke ein FC-Abschluss auf das Kieler Tor. Dort rettete Jasmin Grosnick auf der Linie für die bereits geschlagene KSV-Keeperin Lela Naward (49.) Vor der pausenlosen Unterstützung der 880 Zuschauerinnen und Zuschauern, von denen es die meisten mit Holstein hielten, bemühten sich die Kielerinnen im weiteren Verlauf des Spiels um den ersten Treffer des Tages. Lako und Kira Hasse probierten es um die 70. Minute aus der Distanz. Im Gegenzug stellte Lela Naward im Eins gegen Eins mit einer Fußabwehr ihre Klasse unter Beweis.

Die Schlussphase verlief ohne weitere Hochkaräter für die Holstein Women. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff lenkte Lela Naward mit einem Reflex noch einen Kölner Torschuss an den Pfosten. So blieb es beim 0:0-Endstand. Durch den 4:0-Hinspielsieg setzte sich dadurch die U21 des 1. FC Köln in Summe mit vier Toren Vorsprung in den Aufstiegsspielen durch und darf sich über den Einzug in die 2. Frauen-Bundesliga freuen. Unsere Women werden derweil auch in der kommenden Spielzeit in der Frauen-Regionalliga Nord antreten. Trotzdem wurden die Holsteinerinnen nach Schlusspfiff völlig zu Recht von ihren Fans gefeiert. Schließlich wird die nun beendete Saison 2025/2026 durch das Triple aus LOTTO Nordcup, LOTTO SHFV-Landespokal und Regionalliga-Meisterschaft über diesen Samstag hinaus in äußerst positiver Erinnerung bleiben.

Statistik

Holstein Women: L. Naward – Redant, Zimmermann (88. Merschmann), Grosnick, Jürgensen – Begunk (78. Erbar), Carone, Tolksdorf– Minta, Lako (78. A. Naward) – K. Hasse.

Tore: -/-

Zuschauer: 880.

Stimmen zum Spiel

Stefan Fischer: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft. In der ersten Halbzeit haben wir es leider versäumt, unsere Großchancen zu nutzen – das wäre nötig gewesen, um die Partie noch einmal richtig spannend zu machen. Dennoch haben wir die Zweikämpfe deutlich besser angenommen und über weite Strecken gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft waren. Das verdient großen Respekt und bestätigt die gute Arbeit, die wir über die gesamte Saison hinweg geleistet haben. Die Mädels haben alles gegeben, darauf bin ich sehr stolz. Zudem war die Kulisse einfach sensationell. Ein großes Dankeschön an alle, die uns vor Ort unterstützt haben!“

Sarah Begunk: „Wir wussten, dass heute eine schwierige Aufgabe vor uns liegt. Die haben wir aber mit einem guten Spiel angenommen, leider konnten wir uns nicht mit einem Tor belohnen. Es tut schon weh, den Aufstieg verpasst zu haben. Deshalb dürfen heute alle auch nochmal ein bisschen traurig sein. Gefeiert wird nachher trotzdem noch, weil es insgesamt eine tolle Saison war.“

Jasmin Grosnick: „Trotz allem können wir mit einem guten Gefühl vom Platz gehen. Natürlich sitzt die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg tief, aber wir haben heute eine starke Leistung gezeigt und uns sehr gut verkauft. Vor allem dürfen wir nicht vergessen, auf was für eine erfolgreiche Saison wir zurückblicken. Das wird uns auch von vielen Seiten bestätigt und darauf können wir als Mannschaft sehr stolz sein.“

Ronja Jürgensen: „Im Vergleich zum Hinspiel haben wir uns deutlich gesteigert. Wir haben, wie schon die ganze Saison, offensiv Fußball gespielt und uns dadurch gerade in der ersten Halbzeit viele Chancen erarbeitet. Auch wenn es mit dem Aufstieg nicht geklappt hat, können wir trotzdem sehr stolz auf diese Saison sein.“

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