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Gegen den HSV II ließen unsere Women besonders im zweiten Durchgang einige gute Chancen ungenutzt. | Foto: Nick Hahnke

Umkämpftes Duell: Women trennen sich mit Remis vom HSV II

Im letzten Punktspiel der Frauen-Regionalliga Nord kamen unsere Holstein Women gegen die U20 des Hamburger SV nicht über ein torloses Remis hinaus. Zwar zeigten sie im zweiten Durchgang eine starke Reaktion auf die eher schwache erste Hälfte, schafften es jedoch leider nicht, noch den entscheidenden Treffer für einen Heimsieg beizusteuern. Dennoch bleibt die Mannschaft damit die gesamte Rückserie ohne Niederlage und hatte bei der offiziellen Meisterübergabe nach dem Spiel ordentlich Grund zum Jubeln über eine bisher beeindruckende Saison!

Holstein Women – HSV U20 0:0 (0:0)

Die Gäste aus Hamburg versteckten sich nicht und hatten in der Anfangsviertelstunde mehr vom Spiel, ohne dabei jedoch wirklich gefährlich zu werden. Unsere Women lauerten derweil auf Umschaltmomente. Richtig brenzlig wurde es erstmals nach einer Viertelstunde, als ein Abschluss der Gäste nicht von Women-Keeperin Lela Naward geklärt werden konnte, aber glücklicherweise nur am Pfosten landete. Auch im weiteren Verlauf blieben die Hamburgerinnen das dominantere Team, während sich Holstein in dieser Phase schwertat, selbst zu Torchancen zu kommen.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit gelang es unseren Women, mehr Kontrolle über das Spiel zu gewinnen und durch Ballgewinne in den richtigen Räumen selbst Akzente zu setzen. Dadurch entwickelte sich die Partie zunehmend zu einem spannenden Duell. Die beste Chance der Gäste kurz vor der Pause vereitelte Naward mit einer Glanztat: Sie tauchte ab und lenkte den Ball kurz vor dem Halbzeitpfiff noch an die Latte. So ging es schließlich mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause.

Der zweite Durchgang startete für die Elf von Cheftrainer Stefan Fischer deutlich besser: Sowohl Kira Hasse als auch Sarah Begunk hatten die Women-Führung auf dem Fuß, verpassten jedoch knapp. Insgesamt hatten die Women ihren Vorwärtsgang nun besser gefunden und traten mit deutlich mehr Tempo sowie besserem Zweikampfverhalten als noch in der ersten Hälfte auf.

Zwar sahen die 450 Zuschauerinnen und Zuschauer eine intensive und umkämpfte Partie, Tore blieben jedoch bis in die Schlussphase aus. In den letzten Minuten erhöhten unsere Women den Druck noch mal deutlich – sie wollten diesen Heimsieg. Der HSV schaffte es zwar nur noch selten aus der eigenen Hälfte heraus, blieb jedoch defensiv wachsam. Am Ende reichte es aber nicht mehr zum späten Lucky Punch, und so blieb es beim torlosen Remis im letzten Punktspiel.

Nach dem Abpfiff wurde gemeinsam vor der tollen Kulisse im Stadion Waldwiese die Meisterehrung durch den Norddeutschen Fußball-Verband zelebriert. Sabine Mammitzsch, Vorsitzende des Frauen- und Mädchenfußballs beim NFV, und Jörg Friedrichsen, Spielleiter Frauen- und Mädchenfußball beim NFV, überreichten der Mannschaft ihre Medaillen sowie die Meisterschale. Schließlich war es Kapitänin Sarah Begunk vorbehalten, die Schale gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen in die Höhe zu stemmen – der verdiente Lohn für eine überragende Saison!

Statistik

Holstein Women: L. Naward – L. Hasse (85. Jöhnk), Zimmermann, Grosnick, Redant – Eigebrecht (46. Jürgensen), A. Naward (46. Carone) – Minta (68. Harder), Begunk, Lako (68. Merschmann) – K. Hasse.

Tore: -/-

Stimmen zum Spiel

Stefan Fischer: „Besonders in der ersten Halbzeit war es nicht das, was wir normalerweise spielen können. Wir sind in einer sehr intensiven und anstrengenden Vorbereitungszeit, da fehlte vielleicht auch etwas die Kraft. Zwar ist die Liga jetzt abgeschlossen, aber das ist noch nicht das Ende. Wir haben noch drei Spiele vor uns und die sind entscheidend. Ich richte den Blick direkt auf das anstehende Pokalspiel sowie die Aufstiegsspiele.“

Alia Redant: „Heute haben wir uns ein bisschen schwerer getan, aber in der zweiten Halbzeit sind wir besser reingekommen und haben die Zweikämpfe konsequenter angenommen. Zwar hatten wir die eine oder andere gute Chance, aber es sollte leider nicht sein. Trotzdem überwiegt die Freude über die Meisterschaft und die Teilnahme an den Aufstiegsspielen. Ab morgen geht der Fokus aber auch wieder nach vorne.“

Sarah Begunk: „Uns ärgert das Spiel auf jeden Fall. Der HSV hat es uns wie erwartet sehr schwer gemacht. Deshalb ist das Unentschieden dann auch in Ordnung. Das Trainerteam hat es sehr gut geschafft, die Spannung in den letzten Wochen hochzuhalten – auch in den Trainingseinheiten. Dementsprechend gilt es jetzt, auch für die nächsten Aufgaben bestmöglich vorbereitet zu sein.“

Fotos: Nick Hanke

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