Nur einmal in den letzten fünf Partien musste Timon Weiner hinter sich greifen. Derzeit steht er bei über knapp 300 Minuten ohne Gegentor. Der Torwart steht dabei schnell im Rampenlicht, doch Weiner gab die Lobeshymnen direkt an seine Vordermänner weiter.
„Ich sehe Jungs, die sich in die Bälle reinschmeißen und einfach die Spiele gewinnen wollen. Wenn du kein Gegentor bekommst, dann wird es auch schwer, Spiele zu verlieren“, bedient sich der 27-Jährige einer alten Fußballweisheit. „Man sieht gerade, dass wir sehr, sehr gut verteidigen. Das ist einfach ein Riesenkompliment an die ganze Mannschaft, wenn wir zu Null spielen.“ Mit dem Klassenerhalt in der Hand geht es für unsere Störche in die letzten beiden Saisonspiele. Ob dabei auch die 400-Minuten-Marke ohne Gegentor geknackt wird, ist zweitrangig, erklärt Weiner: „Es wäre schön, wenn es klappt, aber ich würde mich einfach freuen, wenn wir beide Spiele gewinnen.“
Vielmehr soll ein versöhnlicher Abschluss nach einer turbulenten Saison her. „Wir wissen alle, dass die Saison größtenteils nicht geil war, und die hat sich auch für uns größtenteils nicht geil angefühlt“, blickt der Torwart selbstkritisch zurück. „Es wurde immer viel draufgehauen, aber wir haben auch genug Anlass dazu gegeben.“ Mit der leidenschaftlichen Einstellung, die in den letzten Spielen zum Klassenerhalt geführt hat, soll es nun auch in die verbliebenen beiden Partien gehen – und, wenn es nach Weiner geht, möglichst mit sechs Punkten: „Jetzt läuft es. Warum sollten wir den Flow jetzt nicht weiter mitnehmen? Ich glaube, wir haben genug verloren. Keiner hat mehr Bock darauf. Wir wollen etwas zurückgeben und dafür haben wir jetzt noch zwei Spiele Zeit.“