Am Samstag, dem 2. Mai, empfängt unsere KSV Holstein mit Eintracht Braunschweig einen wahren Traditionsverein, der in seiner Geschichte diverse Auf- und Abstiege miterlebt hat. Dank des jüngsten Sieges in Kaiserslautern scheint es, als würden sich die Löwen zum vierten Mal in Folge erfolgreich gegen den Gang in die Drittklassigkeit wehren. Wir haben den kommenden Gegner unter die Lupe genommen.

Von Mitte der 60er bis Mitte der 80er Jahre waren die Blau-Gelben mit Ausnahme von zwei direkten Wiederaufstiegen in der Bundesliga heimisch. Von 1986 bis 1993 spielte der BTSV überwiegend in der zweiten Liga und stieg anschließend sogar in die dritte Liga ab. 2013 schafften die Löwen erstmals seit 1985 den Sprung zurück in die Bundesliga, mussten jedoch bereits nach einem Jahr wieder den Weg nach unten antreten. In den letzten Jahren pendelte die Eintracht zwischen der zweiten und der dritten Liga. Neben dem 1. FC Köln und Arminia Bielefeld sind die Niedersachsen der Profiklub, der seit 2002 am häufigsten die Spielklasse gewechselt hat.
In den jüngsten drei abgelaufenen Saisons konnte Braunschweig stets knapp in der 2. Bundesliga bleiben. Zweimal beendeten die Löwen die Saison als Tabellen-15. In der Vorsaison ging es noch nervenaufreibender zu. In der Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken schaffte es der BTSV erst in der Verlängerung des Rückspiels, den Klassenverbleib einzutüten. Zuvor hatten die Löwen einen 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel verspielt.

Braunschweigs Trainer lernte von Rangnick und Guardiola
Mit Heiner Backhaus als neuem Trainer starteten die Niedersachsen mit zwei Siegen in die Saison, jedoch folgten zwischendurch immer wieder längere Durststrecken. Nach nur einem Sieg aus den ersten acht Spielen der Rückrunde zogen die Verantwortlichen die Reißleine und trennten sich im März von Backhaus. Sein Nachfolger Lars Kornetka trat an der Oker seinen ersten Cheftrainer-Posten an. Neben seiner Aufgabe in der 2. Bundesliga nimmt er weiterhin seine Pflichten als Co-Trainer der österreichischen Nationalmannschaft unter Ralf Rangnick wahr. Zuvor assistierte Kornetka Roger Schmidt unter anderem bei Bayer Leverkusen und Pep Guardiola als Videoanalyst bei Bayern München. Der Beginn seiner Cheftrainer-Karriere verlief erfolgreich: Mit 1:0 gewann Braunschweig gegen Fortuna Düsseldorf. Danach folgten jedoch erstmal zwei Remis und zwei Niederlagen, ehe das letzte Spiel mit 2:0 auf dem Betzenberg gewonnen wurde.
Die wohl größte Trainerpersönlichkeit von Holstein Kiel und Eintracht Braunschweig ist dieselbe Person: Helmuth Johannsen. Mehr zum KSV-Rekordtrainer und dem Braunschweiger Meistermacher erfahrt ihr in unserer Rubrik „Geschichte und Geschichten“.
Die letzten Duelle
Ein Blick auf die jüngere Vergangenheit spricht für unsere KSV: In den vergangenen zehn Jahren traf Holstein in Pflichtspielen zehnmal auf die Eintracht. Mit sechs Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage fällt die Bilanz klar zugunsten unserer Störche aus. Das Hinspiel in dieser Saison war von viel Intensität geprägt. Mehmet Aydin brachte Braunschweig per Handelfmeter früh in Führung, ehe Niklas Niehoff in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ausgleichen konnte. Zuvor hatte Lukas Frenkert nach einer Notbremse gegen Adrián Kaprálik die Rote Karte gesehen. Auch Lasse Rosenboom musste mit einer Gelb-Roten Karte vorzeitig vom Platz. Am Ergebnis änderte dies jedoch nichts mehr, sodass sich beide Teams mit einem 1:1 trennten.

