Holstein Kiel U19 – FC Sachsen Leipzig 1:1 (0:1)

A-Junioren-Bundesliga

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Für die KSV war in der Junioren-Bundesliga nach vier sieglosen Spielen in Folge Wiedergutmachung angesagt. Diese gelang der Mannschaft von Dirk Asmussen gegen den FC Sachsen Leipzig nur bedingt. Nach einer wenig überzeugenden Vorstellung sicherte erst der späte Treffer von Lewe Hingst (86.) – Berger hatte in der 40. Minute die Gästeführung besorgt – den Punkterfolg der „Störche“.

Mit dem FC Sachsen Leipzig gastierte die Mannschaft der Stunde in der Sinalco-Arena. Das Team von Trainer Stefan Hammermüller stand nach Siegen gegen die Top-Teams Hertha BSC und Hamburger SV verdientermaßen in der Spitzengruppe. Die Kieler, die auf Timo Ehlers und Hakim Aliuoa verzichten mussten, hatten bereits in der 3. Minute die Riesenchance zur Führung. Der beste Spielzug der gesamten Partie lief über Danni Schindler, der das Leder von links auf den völlig freistehenden Shpend Meshekrani zirkelte, doch der offensive Mittelfeldakteur scheiterte aus optimaler Schussposition an seinen Nerven und setzte das Leder rechts neben das Tor. In der 13. Minute dann Elfmeter vor den 150 Zuschauern. KSV-Kapitän Philip Timm brachte den Leipziger Philipp Grommuth im Strafraum zu Fall, aber FC-Kapitän Jens Möckel schob das Leder am Gehäuse vorbei. Nach dem verschossenen Elfmeter der Gäste war plötzlich viel Sand im Getriebe der „Störche“ und die ohnehin niveauarme Partie verflachte zusehends. Torchancen waren Mangelware, doch fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff war es dann so weit. Einen langen Ball von Möckel verlängerte Tino Breitkopf per Kopf und aus 13 Metern vollstreckte der aufgerückte Fabian Berger volley unhaltbar für den Kieler Schlussmann Pascal Wenzkus zur 1:0-Führung für die Hammermüller-Elf.

Nach der Pause zeigte Holstein viel Engagement, aber dabei sprang zunächst nur wenig Konstruktives heraus. Im Gegensatz zum Hannover-Spiel bemühte sich die Kieler Mannschaft diesmal sichtlich, aber im spielerischen Bereich offenbarten die „Jungstörche“ erneut erhebliche Probleme. Der FC Sachsen Leipzig reagierte nach der Pause eigentlich nur noch und hatte mit seinen Kontern und Distanzschüssen wenig Glück. Aber auch die Asmussen-Elf agierte in Leipziger Strafraumnähe viel zu umständlich und rannte lange Zeit vergeblich dem Rückstand hinterher. Mitte der zweiten Hälfte musste Kiels Torwart gleich zweimal eingreifen und bewahrte gegen Berger aus kurzer Distanz (70.) sowie bei einem Grothe-Freistoß (77.) die Ruhe und bereinigte die brenzligen Situationen. „Wir können hier noch Jahre spielen, da passiert überhaupt nichts mehr“, kommentierte der frustriert wirkende Kieler Co-Trainer Dirk Alvermann drei Minuten vor dem Spielende das Geschehen auf dem grünen Rasen. Doch eine Minute später strafte ihn sein Schützling Lewe Hingst Lügen und vollendete im Anschluss an einen Yankin-Freistoß und eine Kopfballvorlage des zur Halbzeit eingewechselten Imeri aus vier Metern zum vielumjubelten Ausgleich.

„Am Ende doch noch ein gerechtes Ergebnis, denn die Gäste aus Sachsen haben im zweiten Durchgang nicht mehr viel getan“, sah Asmussen am Ende eine gerechte Punkteteilung, während Sachsen-Coach Hammermüller restlos bedient war: „Mit so einem Resultat kann ich überhaupt nicht leben, wieder einmal wurden wir kurz vor dem Spielschluss für unsere Fahrlässigkeit bestraft!“

(Patrick Nawe)

Kiel: Wenzkus – B. Hingst, Pinkert, Timm, L. Hingst – Ziehmer, Meshekrani, Kilit, Struthoff, Schindler – Albers

Leipzig: Kansy – Krauß, Möckel, Gothe, Gundlach (88. Ribeau) – Krechlak, Likos, Sinkevitch, Grommuth (83. B. Schmidt) – Berger, Breitkopf

Tore: 0:1 Berger (40.), 1:1 L. Hingst (88.)

Schiedsrichter: Brauer (Hildesheim)

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