Sa. 14.00 Uhr: E. Braunschweig – Holstein Kiel

3. Liga (3. Spieltag)

Stadion an der Hamburger Straße – der Name der Löwen-Heimstätte jagt jedem Fußballinteressierten eine Gänsehaut über den Rücken. Doch der Grund liegt nicht etwa in einer vermeintlichen sportlichen Übermacht der Platzherren, sondern in den Erinnerungen an großartige Fußballschlachten auf nationaler und auch internationaler Bühne. Die Eintracht-Fans nehmen in Punkto Begeisterungsfähigkeit in der Liga sicherlich eine Sonderstellung ein. Und auch vor dem Spiel gegen den alten Nordrivalen Holstein Kiel knistert es rund um die traditionsreiche Arena. Die Partie der Löwen gegen die Störche ist ein echter Klassiker und findet am Sonnabend erstmals auf bundesdeutscher Bühne statt. Über 13000 Zuschauer erwarten die Verantwortlichen des BTSV. Und auch eine stattliche Zahl Holstein-Anhänger wird sich auf den Weg nach Niedersachsen machen. Denn der Mannschaft von Falko Götz soll am 3. Spieltag endlich das ersehnte Erfolgserlebnis gelingen.

„Wir haben in dieser Saison als Neuling viele Drucksituationen zu überstehen“, hat Trainer Götz sein Team bestens auf die Partie in Braunschweig vorbereitet. Holstein will sich an der Hamburger Straße mit Kreativität und Aggressivität Respekt verschaffen. „Wir werden sicherlich nicht ins offene Messer laufen. Die Eintracht wird versuchen, uns mit dem Publikum im Rücken zu beindrucken. Dennoch werden wir mutig auftreten und unsere Vorzüge in die Waagschale werfen“, so der ehemalige Bundesliga-Trainer, der mit seiner Mannschaft am Freitagvormittag die Reise nach Braunschweig angetreten hat. „Wir hatten jetzt zehn Tage Zeit, um alles für den Erfolg zu tun. Lob haben wir bislang genug bekommen, jetzt müssen Punkte her“, hofft Götz, mit einem guten Resultat die Rote Laterne abgeben zu können. „Wir werden sicherlich zu 100 Prozent gefordert, darauf werden wir gefasst sein“, ist Götz davon überzeugt, dass sich sein Team trotz der sicherlich aufgeheizten Atmosphäre und dem forschen Auftreten der Eintracht nicht überraschen lassen wird.

Personell kann die KSV die Rückkehr von Dmitrijus Guscinas in den Kader vermelden. Der Litauer überzeugte zuletzt bei seinem „Comeback“ im Testspiel gegen den Wiker SV und erzielte sechs Treffer. Auch Marc Heider meldete sich zurück, wird aber, genau wie Kevin Schulz (Wadenprellung) vorerst noch geschont. Aufgrund des Ausfalls von Hauke Brückner (Rippenprellung) und Stephan Vujcic (Außenbandehnung) reduzieren sich die Varianten der Störche im Mittelfeld. Erst kurz vor Spielbeginn wird Falko Götz seine Formation bekannt geben können, denn auch Alexander Nouri plagte sich unter der Woche mit einer Oberschenkel-Prellung.

Die Qual der Wahl hat Götz allerdings im Sturm. Vor allem der Kongolese Francky Sembolo dürfte vor Ehrgeiz sprühen. Der 24-Jährige erhielt in dieser Woche eine Einladung zum Länderspiel Marokko gegen Kongo und wird von Sonntag bis Donnerstag bei der Nationalmannschaft weilen. „Francky möchte seine Chance bei dem neuen Nationaltrainer nutzen, ich möchte ihm keine Steine in den Weg legen. Ich denke, dass von ihm noch einiges zu erwarten sein wird“, freute sich Götz über die Auszeichnung seines spielstarken Angreifers.

Auch die Eintracht hat Ausfälle zu beklagen. Verzichten muss der Coach Torsten Lieberknecht am Samstag auf Kapitän Dennis Brinkmann, der an einem Muskelfasserriss laboriert. Dessen Position soll Benjamin Fuchs einnehmen. Hinter Dennis Kruppke steht aufgrund von Adduktorenproblemen ein großes Fragezeichen, so die für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BTSV zuständige Denise Schäfer.

Foto: Holstein-Stürmer Francky Sembolo erhielt eine Nominierung für die kongolesische Nationalmannschaft.

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