W. München – Holstein Woman 0:0

Hinspiel Relegation 2. Frauen-Bundesliga / Auswahl Fotos online unter Bildarchiv

Alles ist noch offen! Im Hinspiel bei Wacker München erreichten die Holstein Woman ein gutes Ergebnis. Dabei boten die Kielerinnen in München beim 0:0 ein gutes Spiel. Für das Rückspiel am kommenden Sonntag in der Sinalco-Arena in Kiel-Projensdorf darf somit ein spannendes Spiel erwartet werden.

Ein 0:0 ist nach dem Hinspiel am Montag ein scheinbar trügerisches Ergebnis, aber sicherlich auch eine gute Basis nach dem (Auswärts)Hinspiel. Dennoch hätte man sich im Lager von Holstein einen Treffer in der Fremde gewünscht. Und die Chancen dafür waren vorhanden. In der starken Anfangsviertelstunde von Holstein Kiel, in der Wacker München verzweifelt nach seiner Ordnung in allen Mannschaftsteilen suchte und der Gast im Spielaufbau gut kombinierte, besass die Mannschaft von Trainer Guido drei gute Chancen. In der siebenten Minute stand Jana Leugers nach einem Pass von Kranz in die Nahtstelle der Vierer-Abwehrkette von Wacker frei vor der in der gesamten Spielzeit starken Keeperin Kathrin Lehmann. Doch ihr Schuss aus zehn Metern landete am rechten Aussenpfosten. Die nächste Möglichkeit ergab sich durch Kati Krohn. Doch deren Knieschuss aus kürzester Distanz traf eine Abwehrspielerin unbeabsichtigt am Arm. Der Flugkopfball von Lena Schrum, die Abwehrspielerin schrammte mit dem Kopf haarscharf an einer Freistoss-Flanke vorbei, sollte die letzte Chance vor dem Seitenwechsel sein (20.). Fortan kam der Südvertreter besser ins Spiel, ohne aber die starke Defensive von Holstein Kiel in Bedrängnis zu bringen. Lediglich ein Freistoß von Annika Fröhlich aus 35 Metern landete an der Oberkante der Latte des Holstein-Tores. Die starke Libera Rachel Pashley sorgte für saubere Luft in der eigenen Hälfte. „Vor dem Spiel war ich sehr nervös. Aber ich hatte ein gutes Gefühl. Dies wurde auch bestätigt“, flog die SHFV-Mitarbeiterin und Organisatorin des Girls-Cup, welches am Samstag und Sonntag in Malente stattfand, Montagfrüh nach München.

Die am Sonntag mit der Deutschen Bahn angereiste Holstein-Elf komplettierte durch gute Leistungen der Mitspielerinnen Jeska Danielsen, Lena Schrum und Martina Pulkis den kaum zu bezwingenden Defensivverbund. Münchens gefährliche Torjägerin Hélène Brévart war bei den Kielerinnen gut aufgehoben. Da auch die Fünfer-Mittelfeldreihe um die beiden Sechser Svenja Wölki und Marialiiza Kranz bei hochsommerlichen Temperaturen mit Hochleistung agierte, tat sich die Heimmannschaft schwer, Torchancen zu erspielen. Lediglich bei einigen sehr schnell ausgeführten Kontern keimte Gefahr vor dem Gehäuse von Torhüterin Victoria Bendt auf. Auch vereinzelte Weitschüsse der Spielerinnen von Coach Thorsten Zaunmüller führten zu keinem Erfolg. Die Begegnung blieb bis zum Schlusspfiff nach 93 Minuten ausgeglichen und spannend. Der krönende Abschluss für die gute Vorstellung der Holstein Woman hätte die 91. Minute werden können. Auf der linken Seite spurtete Rachel Rinast auf und davon. Ihren Schuss aus spitzem Winkel und 12 Metern hielt Lehmann. Ein Querpass zurück auf die mitgelaufenen Güldenzoph und Vogt wäre der optimale Weg zu einem Treffer gewesen. „Das war heute gut, oder“, konstatierte Guido Gehrke nach dem Ende der Partie. Mit dem 0:0 hat die Gehrke-Elf gute Optionen auf den Klassenerhalt. Wacker München steht jetzt nach dem Hinspiel mehr unter Druck. Aber auch im Rückspiel gilt: Alles ist offen!

Wacker München: Lehmann – Vötter, Huyleur, Gösssmann, Hudetschek (46. Kremser) – Fröhlich, Merk, Karl, Rieger – Brevart (87. Lipp), Jürgensen (77. Kolb)

Holstein Kiel: Bendt – Pashley – Danielsen, Schrum, Pulkis – Krohn (63. Rinast), Kranz, Wölki (75. Schildt), Vogt, Güldenzoph – Leugers

Schiedsrichter: Reichert (Worms)

Zuschauer: 370

Foto: Stephanie Güldenzoph macht gegen Wackers Franziska Karl Druck.

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