(Frühlings-)Gefühle beim Störcheclub

Zum April-Stammtisch traf sich der Störcheclub am 28.04.2022 im VIP-Zelt am Holstein-Stadion – zu leckerem Spargel, erfrischenden Getränken und sportlichen Gesprächen rund um den Verein. Tim Jost, Leiter Vertrieb, führte durch den Abend und ließ seine sportlichen Gäste Uwe Stöver, Geschäftsführer Sport, und Philipp Sander, Mittelfeldspieler der Störche, die auslaufende Saison Revue passieren.

Mit Blick auf das anhaltende Verletzungspech stellte Uwe Stöver fest: „Wir haben zwölf Ausfälle mit elf unterschiedlichen Diagnosen. Das erschwert unsere Arbeit natürlich sehr. Aber wir füllen unsere Mannschaft mit Spielern aus der U23 und U19 auf, die uns viel Freude bereiten und sich in einem professionellen Umfeld gut entwickelt haben. Das Nachwuchsleistungszentrum leistet hier sehr gute Arbeit.“ Die aber auch zu Begehrlichkeiten führe: „In der U23 wird es einige Veränderungen geben. Mit Nico Carrera und Niklas Niehoff konnten wir aber zwei Talente langfristig an uns binden. Die Arbeit und Investitionen tragen Früchte.“ Mit der auslaufenden Saison zeigt sich der 55-Jährige insgesamt wenig zufrieden: „Ich freue mich, dass wir in der Rückrunden-Tabelle auf Platz 7 stehen. Trotzdem konnten wir in dieser Saison nicht zu unserer Zufriedenheit spielen. Fakt ist aber, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Holstein Kiel in der 2. Liga spielt. Man muss sich die Liga mit ihren namhaften Vereinen nur mal anschauen. Ziel für die kommende Saison wird sein, dass wir uns entwickeln, für Kontinuität und immer wieder für Überraschungen sorgen. Die konkreten Ziele werden wir aber erst definieren, wenn wir das gesamte Team an Bord haben.“

Teil dieses Teams wird auch Philipp Sander sein, der nach einem Jahr Leihe an den SC Verl seit dieser Saison wieder für Holstein Kiel auf dem Platz steht. Mit 17 Jahren aus Rostock nach Kiel gezogen, schaffte er den Sprung aus der U23 in den Profikader der KSV Holstein. „Nach zwei Jahren in der U23 wechselte ich für ein Jahr auf Leihbasis zum SC Verl. Der Verein und ich haben die Leihe angestrebt, weil ich viel Zeit auf dem Platz verbringen und mich entwickeln wollte. Ich bin sehr froh, diesen Schritt gegangen zu sein.“ Zufrieden mit der Entscheidung zeigte sich auch Uwe Stöver: „Wir sprechen darüber, was Sinn macht für Spieler und Verein und wann es Zeit ist, den nächsten Schritt zu gehen. Das ist der Sinn und Zweck des Nachwuchsleistungszentrums, Spieler zu begleiten und Lösungen zu finden. Wir haben die Entwicklung von Philipp Sander im Blick behalten, viel Austausch gehabt und seine Rückkehr vorbereitet. Er hat sich in Verl zu einem Spieler entwickelt, der in der 1. Mannschaft spielen kann. Das war der richtige Schritt zur richtigen Zeit.“

Einen Blick zurück warf auch Peer Wellendorf, Leiter Kommunikation, der von den letzten beiden Heimspielen berichtete, in denen die KSV Holstein ein Zeichen gegen den russischen Krieg in der Ukraine setzte. Zum Heimspiel gegen den HSV am 10.04.2022 lief die Mannschaft mit einem Sonder-Aufwärm-Shirt in den Nationalfarben der Ukraine auf, die anschließend versteigert wurden. Der Erlös geht vollständig an Einrichtungen, die ukrainische Geflüchtete betreuen. Zudem lud der Verein geflüchtete Kinder zum vergangenen Heimspiel am 23.04.2022 gegen den 1. FC Heidenheim ein. „Das ist eine Herzensangelegenheit für mich. Wir haben die Nachricht erhalten, dass viele der Kinder beim Stadionbesuch zum ersten Mal seit Jahren wieder Spaß haben konnten. Ich wünsche mir, dass unsere Spenden dazu beitragen, dass noch ein paar dieser Tage entstehen“, so Peer Wellendorf. Denn dass Fußball mehr bewegen kann, als nur den Ball, zeigt sich in Zeiten wie diesen immer wieder. So klang der Abend voller (Frühlings-)Gefühle aus.

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