Ralf Stutz vom Team Inklusion: „Allen Menschen ein schönes Stadionerlebnis ermöglichen“

Ralf Stutz ist einer von zwei Fanbeauftragten für Inklusion bei Holstein Kiel

Seit 2003 wird jedes Jahr am 3. Dezember weltweit der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen gefeiert, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Würde, die persönlichen Rechte und das persönliche Wohlergehen jeden Menschen betreffen. Auch unserem Verein ist dieses Thema ein besonderes Anliegen, sodass die KSV bereits seit vielen Jahren Fanbeauftragte für Inklusion in ihren Reihen hat.

Unser aktuelles Team Inklusion besteht aus Ralf Stutz und Sandra Mimouni. Das Duo betreut bei jedem Heimspiel unserer Störche Holstein-Fans mit Beeinträchtigungen. „Ich bin stets zwei Stunden vor Anpfiff im Stadion, überprüfe einmal die Behindertentoiletten und nehme anschließend die Rollstuhlfahrer am Eingang zwischen West- und Haupttribüne im Empfang, um sie zu ihrem Platz zu bringen“, berichtet Stutz, der diesen Aufgabenbereich bereits seit 2017 ehrenamtlich ausübt und auch schon vorher viele Jahre als Dauerkarteninhaber Stammgast im Holstein-Stadion war. „Während der Partie schaue ich das Spiel gemeinsam mit den Rollifahrern, sodass ich immer als Ansprechpartner zur Verfügung stehe. Wenn ein Fan mal keine Begleitperson dabei hat, kümmern wir uns beispielsweise um Essen oder Getränke“, berichtet der 55-Jährige, der nach Abpfiff die Rollstuhlfahrer wieder zum Ausgang geleitet und anschließend mit seinen Kollegen von der Fanbetreuung den Spieltag noch einmal Revue passieren lässt. Wenn beeinträchtigte Holstein-Fans zu Auswärtsspielen reisen wollen, ist Stutz ebenfalls mit dabei, um bei der Anreise zu den Partien unterstützend zur Seite zu stehen.

Darüber hinaus nimmt unser Team Inklusion regelmäßig an Tagungen und Workshops teil, zuletzt am vergangenen Wochenende an der Jahrestagung der Bundesbehinderten-Fanarbeitsgemeinschaft e.V. (BBAG), die vom FC Schalke 04 ausgerichtet wurde. „Wir haben Spaß an unserer Aufgabe, weil uns der Umgang mit Menschen mit Behinderung viel Freude bereitet und wir keine Berührungsängste haben, sondern alle Fans gleich behandeln. Uns ist wichtig, dass jedem mit Respekt begegnet wird. Unser Ziel ist es, allen Menschen ein schönes Stadionerlebnis zu ermöglichen“, erklärt Stutz auch stellvertretend für Kollegin Mimouni, mit der er bereits seit langer Zeit ein eingespieltes Duo bildet, den Antrieb für ihr Ehrenamt.

Vor diesem großartigen Engagement lässt sich nur der Hut ziehen – natürlich anlässlich des besagten Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, aber auch an jedem anderen Tag im Jahr. Vielen Dank für euren tollen Einsatz, Ralf und Sandra!

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