6 Fakten: Die Paderborner Achterbahn

Vor dem Auswärtsspiel der Störche beim SC Paderborn am Samstag, 25. September, um 13.30 Uhr stellen wir den kommenden Gegner in unserer Rubrik 6 Fakten etwas genauer vor:

  1. Stadion: Bereits im Januar 2001 entwickelte der SC Paderborn 07 konkrete Vorschläge für den Neubau eines reinen Fußballstadions in Paderborn. In enger Abstimmung mit der Stadt Paderborn setzte die Paderborner Stadion Gesellschaft die Idee um. Am 20. Juli 2008 fand das Eröffnungsspiel gegen den Erstligisten Borussia Dortmund statt. Es bietet Platz für insgesamt 15.000 Fans, darunter 5.800 Sitzplätze, 9.200 Stehplätze und 765 VIP-Plätze. Seit der Saison 2012/2013 hat die Benteler-Gruppe das Namensrecht für die Arena inne.
  1. Achterbahnfahrt: Abgesehen von der vergangenen Saison (Platz 9) landete der SC Paderborn in sieben aufeinanderfolgenden Spielzeiten in der Abschlusstabelle auf einem Aufstiegs- oder Abstiegsplatz. Nach dem ersten Bundesliga-Aufstieg 2014 folgte beinahe der direkte Absturz in die Regionalliga, den nur der Lizenzentzug von 1860 München verhinderte. Danach ging es unter Trainer Baumgart direkt wieder hoch in die Bundesliga, nur um gleich wieder abzusteigen. Nun rangieren die Ostwestfalen unter Trainer Lukas Kwasniok erneut auf einem direkten Aufstiegsplatz zur 1. Bundesliga.
  1. Schlaglichter: Bereits fünf Spieltage vor dem Ende der Saison 2000/2001 war die Westfalenmeisterschaft und die Rückkehr in die Regionalliga perfekt. Außerdem holte sich der Club mit einem 3:1-Endspielsieg gegen die Sportfreunde Siegen zum dritten Mal in Folge den Westfalenpokal. Hinzu kam ein Topspiel im DFB-Pokal: Vor 25.000 Zuschauern in Bielefeld und einem Millionenpublikum an den Fernsehschirmen gab es ein 1:5 gegen den Rekordmeister und Rekordpokalsieger FC Bayern München. Vier Jahre später machte der SCP07 im DFB-Pokal erneut Schlagzeilen. Gegen den Erstligisten Hamburger SV (4:2) und gegen den Zweitligisten MSV Duisburg (2:1) gab es begeisternde Siege im Hermann-Löns-Stadion. Als sich später herausstellte, dass das Hamburg-Spiel in den Wettskandal („Hoyzer-Affäre“) verwickelt war, zog der Verein mit Suspendierungen und Geldstrafen die nötigen Konsequenzen.
  2. Statistik: Bislang kam es in der 2. Bundesliga, der 3. Liga sowie der zweigleisigen Regionalliga Nord 14 Mal zum Duell Holstein Kiel gegen den SC Paderborn. Am 11. September 2016 gelang den Störchen mit dem 3:1 in der Benteler-Arena der erste von drei Siegen gegen die Ostwestfalen. Fünfmal hieß es am Ende Unentschieden, sechsmal hieß der Sieger SC Paderborn. Am 9. November 2018 erlebten die Fans in der 2. Bundesliga beim 4:4 das torreichste Duell beider Clubs. Im letzten Aufeinandertreffen, am 18. Spieltag der vergangenen Saison, trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden.
  3. Historie: Bereits 1978 gab es drei hitzige Duelle zwischen dem 1. FC Paderborn (Westfalen-Zweiter), einem Vorgänger des heutigen SC, und der KSV Holstein (Nord-Vierter). In der Qualifikation zur Aufstiegsrunde zur 2. Liga Nord trennten sich beide Teams zweimal 2:2. Ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz musste her, auch das endete, trotz Verlängerung, mit einem Remis (1:1). Holstein setzte sich schließlich im Elfmeterschießen (4:2) an der Bremer Brücke in Osnabrück durch  – und machte nach weiteren sechs Aufstiegsspielen am 17. Juni 1978 den Aufstieg in die 2. Liga Nord perfekt.
  4. Wiedersehen: Ein Wiedersehen gibt es gegen Paderborn mit Ex-Störche-Sportchef Fabian Wohlgemuth. Der inzwischen 42-Jährige war von Juni 2018 bis Oktober 2019 Geschäftsführer Sport bei Holstein Kiel. Seit Mai 2020 ist er in gleicher Funktion für den SC Paderborn tätig. Als Spieler trug Wohlgemuth u.a. die Trikots von Tennis Borussia Berlin und dem Chemnitzer FC.

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