Achterbahnfahrt in Ost-Westfalen

6 Fakten zum kommenden Gegner SC Paderborn 07

Fusion: Ausgangspunkt der vielschichtigen Vereinshistorie des SC Paderborn 07 war die Gründung des ersten Paderborner Fußballvereins „Arminia Neuhaus“ 1907 und des nur ein Jahr später gegründeten „FC Preußen Paderborn“. Beide Vereinslinien sind von mehreren Zusammenführungen geprägt, bis am 1. Juni 1985 der „SV 07/10 Schloß Neuhaus“ und der „FC Paderborn“ ihre Kräfte zum „TuS 07/10 Paderborn-Neuhaus“ bündelten. 1997 folgte ein Umbruch in der Geschichte des Paderborner Fußballs: Der Verein gab sich mit „SC Paderborn 07“ (SCP07) einen neuen Namen, der bis heute Bestand hat.

Stadion: Bereits im Januar 2001 entwickelte der SC Paderborn 07 konkrete Vorschläge für den Neubau eines reinen Fußballstadions in Paderborn. In enger Abstimmung mit der Stadt Paderborn setzte die Paderborner Stadion Gesellschaft die Idee um. Am 20. Juli 2008 fand das Eröffnungsspiel gegen den Erstligisten Borussia Dortmund statt. Es bietet Platz für insgesamt 15.000 Fans, darunter 5.800 Sitzplätze, 9.200 Stehplätze und 765 VIP-Plätze. Seit der Saison 2012/2013 hat die Benteler-Gruppe das Namensrecht für die Arena inne.

Schlaglichter: Bereits fünf Spieltage vor dem Ende der Saison 2000/2001 war die Westfalenmeisterschaft und die Rückkehr in die Regionalliga perfekt. Außerdem holte sich der Club mit einem 3:1-Endspielsieg gegen die Sportfreunde Siegen zum dritten Mal in Folge den Westfalenpokal. Hinzu kam ein Topspiel im DFB-Pokal: Vor 25.000 Zuschauern in Bielefeld und einem Millionenpublikum an den Fernsehschirmen gab es ein 1:5 gegen den Rekordmeister und Rekordpokalsieger FC Bayern München. Vier Jahre später machte der SCP07 im DFB-Pokal erneut Schlagzeilen. Gegen den Erstligisten Hamburger SV (4:2) und gegen den Zweitligisten MSV Duisburg (2:1) gab es begeisternde Siege im Hermann-Löns-Stadion. Als sich später herausstellte, dass das Hamburg-Spiel in den Wettskandal („Hoyzer-Affäre“) verwickelt war, zog der Verein mit Suspendierungen und Geldstrafen die nötigen Konsequenzen.

Holstein-Duelle: Bislang kam es in der 2. Bundesliga, der 3. Liga sowie der zweigleisigen Regionalliga Nord zwölfmal zum Duell Holstein Kiel gegen den SC Paderborn. Am 11. September 2016 gelang den Störchen mit dem 3:1 in der Benteler-Arena der erste von zwei Siegen gegen die Ost-Westfalen. Viermal hieß es am Ende Unentschieden. Am 9. November 2018 erlebten die Fans in der 2. Bundesliga beim 4:4 das torreichste Duell beider Clubs. Im letzten Aufeinandertreffen siegte der spätere Erstliga-Aufsteiger aus Paderborn mit 2:1 im Holstein-Stadion.

Historie: Bereits 1978 gab es drei hitzige Duelle zwischen dem 1. FC Paderborn (Westfalen-Zweiter), einem Vorgänger des heutigen SC, und der KSV Holstein (Nord-Vierter). In der Qualifikation zur Aufstiegsrunde zur 2. Liga Nord trennten sich beide Teams zweimal 2:2. Ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz musste her, auch das endete, trotz Verlängerung, mit einem Remis (1:1). Holstein setzte sich schließlich im Elfmeterschießen (4:2) an der Bremer Brücke in Osnabrück durch  – und machte nach weiteren sechs Aufstiegsspielen am 17. Juni 1978 den Aufstieg in die 2. Liga Nord perfekt.

Fahrstuhlmannschaft: In den vergangenen sieben Saisons landete der SC Paderborn in der Abschlusstabelle auf einem Aufstiegs- oder Abstiegsplatz. Nach dem ersten Bundesliga-Aufstieg 2014 folgte beinahe der direkte Absturz in die Regionalliga, den nur der Lizenzentzug von 1860 München verhinderte. Danach ging es unter Trainer Baumgart direkt wieder hoch in die Bundesliga, nur um gleich wieder abzusteigen.

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