Die KSV und das Kleeblatt teilen die Punkte

Holsteins Salih Özcan (li.) im Zweikampf mit Fürths Paul Seguin

Die KSV hat am Sonntagnachmittag einen Punkt im Holstein-Stadion behalten. Die Störche trennten sich vor 9390 Zuschauern von der SpVgg Greuther Fürth 1:1-Unentschieden. Nach dem Blitzstart der Fürther glich Alexander Mühling noch in der ersten Halbzeit per Foulelfmeter zum 1:1-Endstand aus.

Das Spiel hatte kaum begonnen, da lagen die Gastgeber schon in Rückstand: Kenny Prince Redondo konnte an der Strafraumkante auf Sebastian Ernst querlegen, der das Leder nach 55 Sekunden aus zwölf Metern trocken im rechten Eck versenkte. Der frühe Nackenschlag saß. Den Kielern war der Schock über das schnellste Gegentor der laufenden Saison anzumerken. Sie waren um Spielkontrolle bemüht und versuchten, ins Spiel zu finden, der nächste Abschluss gehörte indes erneut den Franken, als KSV-Keeper Ioannis Gelios den satten Distanzschuss von Branimir Hrgota mit beiden Fäusten parierte (11.). Die Störche meldeten sich nach einer Viertelstunde in der Partie an, als Alexander Mühling im gegnerischen Strafraum auf Emmanuel Iyoha zurücklegte, dessen Flachschuss jedoch zu mittig geriet. Auf der Gegenseite wehrte Gelios den nächsten Schuss aus der zweiten Reihe – dieses Mal von Maximilian Sauer – zur Ecke ab (18.). Fürth blieb zunächst das aktivere Team, ehe die KSV die Begegnung mit zunehmender Spieldauer ausgeglichener gestalten konnte. Als sich die Hausherren nach mehreren Versuchen in den Strafraum durchkombinierten, wurden die Bemühungen umgehend mit einem Foulelfmeter belohnt – zumindest fast umgehend. Nachdem Paul Seguin den einlaufenden Jae Sung Lee berührt hatte, gab es erst nach Hinzuziehen des Videbeweises Strafstoß, den Mühling sicher ins linke Eck verwandelte (35.). Der Ausgleich tat dem Kieler Spiel gut, Chancen blieben allerdings weiterhin rar. Die Kieler kamen kurz vor der Pause nochmal gefährlich vors Greuther-Tor, als David Atanga, der bereits nach 26 Minuten verletzungsbedingt für Iyoha eingewechselt worden war, eine scharfe Hereingabe von Fabian Reese knapp verpasste (45.).

Störche werden nach dem Seitenwechsel stärker

Holstein kam mit mächtig Dampf aus der Kabine und präsentierte sich aggressiver und zielstrebiger im Offensivspiel. So holte Salih Özcan nach einem starken Solo einen Freistoß an der Strafraumgrenze heraus, den Mühling knapp drüberschlenzte (53.). Vier Minuten später steckte Özcan auf Lee durch, dessen Schuss in letzter Sekunde von Marco Caligiuri geblockt wurde (58.). Es ging nun hin und her: Gelios packte bei einem Schuss von Ernst sicher zu (60.), im Gegenzug scheiterte Reese aus spitzem Winkel an SGF-Torhüter Sascha Burchert (61.). Kurz darauf stand der Fürther Schlussmann erneut im Mittelpunkt, als er einen präzisen Schuss von Mühling noch aus dem linken Eck kratzte (66.). Blau-Weiß-Rot war nun spielbestimmend und blieb am Drücker, doch Mühlings halbhohe Hereingabe verpasste Atanga um wenige Zentimeter (69.). Zwar konnte das Kleeblatt in der Folge nur für wenig Entlastung sorgen, die Störche fanden jedoch kaum noch im dichten Defensivverbund der Gäste eine Lücke – bis zur 82. Minute: Atangas abgefälschte Flanke landete am zweiten Pfosten beim gerade eingewechselten Makana Baku, der den Ball haarscharf am Tor vorbeiköpfte. In der Schlussphase hatten beide Seiten noch die Möglichkeit zum späten Siegtreffer: Hrgota scheiterte aus der Distanz an Gelios (86.), auf der anderen Seite geriet Lees Kopfball nach Mühling-Flanke zu zentral (89.). In der Nachspielzeit lag der Ball im Kieler Tor, doch der Treffer von Joker Malik McLemore, der nach Hrgotas Schuss den Abpraller verwertete, fand nach Überprüfung durch den Video-Schiedsrichter aufgrund einer Abseitsstellung keine Anerkennung (90.+3), sodass es beim leistungsgerechten Remis blieb.

Statistik:

KSV: Gelios – Neumann, Wahl, Thesker, Seo – Mühling, Ignjovski (66. Lauberbach), Özcan – Reese (81. Baku), Lee, Iyoha (26. Atanga). Trainer: Werner.

Fürth: Burchert – Sauer (67. Beijmo), Bauer, Caligiuri, Raum – Seguin, Ernst, Tillman (63. Sarpei) – Hrgota, Nielsen, Redondo (83. McLemore). Trainer: Leitl.

Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück) – Tore: 0:1 Ernst (1.), 1:1 Mühling (35./FE) – Zuschauer: 9390.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Leitl, Fürth-Trainer: Es war ein gerechtes Unentschieden. Die erste Hälfte ging in unsere Richtung, die zweite an die Kieler. Wir hatten einen perfekten Start. Ich hätte mir gewünscht, dass wir die Gunst der Stunde genutzt hätten, um ein zweites Tor nachzulegen. Wir waren in der ersten halben Stunde gut im Spiel, bis Kiel dann besser wurde. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft, die bei einem starken Gegner erneut ein gutes Spiel gezeigt hat.

Ole Werner, KSV-Trainer: Die erste Halbzeit geht deutlich an Fürth. Wir waren in der ersten halben Stunde nicht auf dem Feld und haben auch auf den frühen Rückstand keine gute Reaktion gezeigt. Mit dem Elfmeter sind wir dann zurück ins Spiel gekommen. Eine solche Aktion brauchten wir. Aber wir haben auch weiterhin Probleme gehabt, einen Abnehmer für unsere Bälle in die Spitze zu finden. In der zweiten Halbzeit war das etwas besser. Insgesamt ist es ein leistungsgerechtes Remis, weil die erste Hälfte an Fürth geht und die zweite an uns. Den Punkt müssen wir mitnehmen, auch wenn wir uns mehr vorgenommen hatten und unbedingt zuhause gewinnen wollten.

Uwe Stöver, KSV-Sportchef: Unter dem Strich bin ich mit dem 1:1 nicht zufrieden, wir wollen die Heimspiele natürlich immer gewinnen. Aber wir waren in der ersten Halbzeit zu schläfrig, in der zweiten haben wir es besser gemacht. Aber am Ende müssen wir noch glücklich sein, dass wir in der 93. Minute nicht das Spiel noch verlieren.

Salih Özcan: Die ersten 30 Minuten haben wir verschlafen, in der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner beherrscht, aber leider nur 1:1 gespielt. Daraus müssen wir für das nächste Spiel unsere Lehren ziehen.

Stefan Thesker: Ich bin über das Ergebnis enttäuscht, aber viel mehr bin ich es über unsere Leistung. Wir haben, wie gegen Hannover, den Anfang verpennt, zu viele Fehler gemacht und verdient das 0:1 bekommen. Wir müssen mit dem Ball cooler werden, wenn wir merken, dass wir nicht so griffig sind. Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen.

Phil Neumann: Wir wollten die letzten beiden Niederlagen heute mit einem Sieg wettmachen. Nach der Pause machen wir es besser, müssen uns aber am Ende mit dem einen Punkt begnügen.

Die Pressekonferenz nach #KSVSGF:

Hauke Wahl zum Remis gegen Fürth:

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Impressionen vom Unentschieden gegen Greuther Fürth:

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