Sechs Fakten zum SSV Jahn Regensburg

Turnvater Friedrich Ludwig Jahn gab dem kommenden Gegner der KSV Holstein seinen Namen.

Name: Der Name des Sport- und Schwimmvereins Jahn Regensburg e. V. basiert auf dem 1886 entstandenen Turnerbund Jahn Regensburg und wurde nach Friedrich Ludwig Jahn benannt, dem Initiator der deutschen Turnbewegung.

Erfolge: Die größten Erfolge des Jahn waren die vier Zweitliga-Aufstiege 1975, 2003, 2012 und 2017. Nur Fußballnostalgiker erinnern sich an die fünf bayerischen Meisterschaften 1949, 1967, 1975, 2000 und 2007. Nach dem Aufstieg in die erstklassige Oberliga Süd 1949 tummelten sich im Schnitt 16.000 Zuschauer im Jahnstadion. Der Jahn hatte sich zum konkurrenzfähigen Oberligisten entwickelt. Erstmals gastieren an der Prüfeninger Straße nicht nur bayerische Spitzenteams (1. FC Nürnberg, FC Bayern, TSV 1860 München), sondern auch die Traditionsvereine VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt und Kickers Offenbach zu Pflichtspielen. Selbst gegen scheinbar übermächtige Gegner (Meister VfR Mannheim) gab es Siege. Doch der Jahn pendelte in den folgenden Jahrzehnten immer zwischen Erst- und Viertklassigkeit. Vor fünf Jahren setzte der Jahn dann mal wieder zum Höhenflug an. Die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern 2015/2016 öffnete das Tor in Richtung 3. Liga. Ein Jahr später gelang unter Trainer Heiko Herrlich, der seit Anfang dieser Woche beim Bundesligisten FC Augsburg auf der Trainerbank sitzt, sogar der Durchmarsch in die 2. Bundesliga. In der Relegation gegen 1860 München siegte der Jahn nach dem 1:1 im Hinspiel durch die Tore von Kolja Pusch (30.) und Marc Lais (40.) mit 2:0 in der Allianz Arena.

Tiefpunkt: Der 1. Juni 1996 war der absolute Tiefpunkt der Vereinsgeschichte. Zum ersten Mal war der Jahn in die fünftklassige Landesliga abgestiegen, nach dem Aufstieg des Lokalrivalen SG Post/Süd Regensburg in die Bayernliga war der Verein nur noch die Nummer 2 der Stadt.

Trainerlegende: Alfred „Aki“ Schmidt trainierte den Jahn 1968 bis 1970, 1973 bis 1975, 1990 bis 1992 und 1993 bis 1994 -1969 klopfte er mit dem SSV sogar ans Tor zur Bundesliga, führte ihn nach Einführung der 2. Bundesliga in diese Klasse und etablierte den Jahn nach dem Fall in die Viertklassigkeit wieder in der Bayernliga.

Jahnstadion: Im Mai 2015 ging eine Ära zu Ende. Nach 89 bewegten Jahren war das altehrwürdige Jahnstadion Geschichte, und zum feierlichen Abschluss fegten die Hausherren vom SSV Jahn die Gegner von Fortuna Köln mit 4:0 vom Platz. Das Transparent mit der Aufschrift „Servus Jahnstadion 1926 bis 2015. Immer in unsern Herzen“ spiegelte die Emotionen zahlreicher Fans wider. Sogar sechs Spiele des olympischen Fußballturniers fanden dort statt. Inzwischen spielt der Jahn in der neuen Arena Regensburg. Übrigens: Holstein trug 2009 sein allererstes Drittliga-Spiel überhaupt im Jahnstadion aus. Und am 29. April 2017 gelang der KSV beim 3:0 in Regensburg ein Meilenstein auf dem Weg in die 2. Bundesliga.

Statistik: Bislang trafen der Jahn und die Störche in der 2. Bundesliga fünfmal aufeinander. Beim letzten Aufeinandertreffen im Oktober 2019 setzten sich die Oberpfälzer vor 10.065 Zuschauern im Holstein-Stadion durch die Tore von Jann George (30.) und den späten Treffer von Andreas Albers (87.) mit 2:1 durch, für die KSV hatte Makana Baku (16.) die Führung erzielt. Die Partie am Samstag ist das insgesamt 14. Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der 2. und 3. Liga. Siebenmal siegte Holstein, dreimal der Jahn und dreimal hieß es am Ende unentschieden. Zuletzt blieb Holstein in Regensburg viermal in Folge ungeschlagen (0:0/2:0/3:0/2:1) und holte dabei zehn Punkte.

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