Keine Punkte für NLZ-Teams – Holstein Women unterliegen Hamburger SV

Holsteins Alia Redant setzt sich im Zweikampf gegen ihre Kontrahentin durch.

Nichts Zählbares gab es an diesem Wochenende für unsere U23, U19 und U17 sowie für die Holstein Women. Bereits am Samstag unterlag unsere U23 knapp beim SSV Jeddeloh in der Regionalliga Nord mit 0:1. Während sich die U19 bei der SG Dynamo Dresden mit einer knappen 1:2-Niederlage geschlagen geben musste, verlor die U19 in ihrem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg II mit 0:4. Am Sonntagnachmittag empfingen die Holstein Women im Stadion an der Waldwiese Vorjahresmeister Hamburger SV zum Duell in der Regionalliga Nord, unterlagen jedoch nach 90 Minuten mit 0:2.

HOLSTEIN WOMEN – HAMBURGER SV 0:2

Für die Gastgeberinnen war es das erwartet schwere Spiel gegen den Hamburger SV, in dem die Kielerinnen jedoch von Beginn an ihre Aufgabe engagiert angingen. Die Gäste hingegen ließen wenig zu und näherten sich nach einer knappen Viertelstunde das erste Mal dem Kasten der Störche an. Der stramme Schuss aus rund 20 Metern rauschte knapp über das Gehäuse von KSV-Keeperin Emma Nentwich hinweg. Mehr Erfolg hatten die Hamburgerinnen wenige Minuten später, als sie das Leder im Mittelkreis eroberten: Larissa Mühlhaus sah, wie sich die Kieler Schlussfrau einige Meter von der Torlinie entfernte und hob den Ball aus etwa 30 Metern Entfernung gekonnt über Nentwich hinweg zur 1:0-Führung ins Netz (20.). Doch auch die Gastgeberinnen fanden nach dem Gegentreffer besser ins Spiel und kreierten ihrerseits Torchancen, um den Rückstand möglichst vor dem Halbzeitpfiff zu egalisieren. Jedoch blieb es bis zur Pause bei der knappen Führung der Hanseatinnen.

Den zweiten Durchgang prägten intensiv geführte Zweikämpfe, Torchancen blieben Mangelware. Kurz vor dem Ende der Partie hatte Laetitia Mikolassek mit einer Doppelchance dann den verdienten Ausgleich auf dem Fuß. Während die Kieler Angreiferin zunächst an HSV-Schlussfrau Lela-Celin Naward scheiterte (85.), die das Leder sehenswert parierte, rauschte ihr zweiter Abschluss binnen weniger Sekunden über die Querstange der Gäste hinweg (86.). Mit dem Schlusspfiff erhöhten die Hamburgerinnen auf 2:0 durch Svea Stoldt, die sich gegen die Störche-Abwehr durchsetzte und Keeperin Nentwich keine Chance ließ (90.+1). Lange Zeit zum Erholen bleibt den Holstein Women allerdings nicht. Bereits am Dienstag, den 6. September, trifft die Elf von Trainer Bernd Begunk im SHFV-Landespokal auf den Kieler MTV.

Holstein Women: Nentwich – Zimmermann, Carone, Meyer, Grosnick – Begunk, Erbar, Redant (70. Krohn), Lycke, Steiner (45. Onderka) – Jürgensen (26. Mikolassek). Trainer: B. Begunk.

Tore: 0:1 Mühlhaus (20.), 0:2 Stoldt (90.+1).

SSV JEDDELOH – HOLSTEIN U23 1:0 

Beim SSV Jeddeloh trafen die Störche auf einen Gastgeber, der von der ersten Minute an hellwach war. Keine 180 Sekunden waren gespielt, schon zappelte es im Netz von KSV-Keeper Noah Oberbeck. Simon Brinkmann drückte die Kugel für die Niedersachsen über die Linie (3.). Nach dem frühen Gegentreffer nahmen die Kieler ihre Aufgabe an und kreierten eigene Chancen, die allerdings nicht von Erfolg gekrönt wurden. Bis zum Ende der Partie verteidigten die Hausherren so die knappe 1:0-Führung und fuhren einen weiteren Achtungserfolg in der noch jungen Spielzeit 2022/23 ein. Mit dem FC Eintracht Norderstedt empfangen die Störche am kommenden Sonntag, den 11. September, ihren nächsten Gegner im CITTI FUSSBALL PARK.

Holstein U23: Oberbeck – Carrera (46. Gumpert), Lengle, Kleine-Bekel – Sterner, Voß, Wolf, Gueye (79. Mai), Saka (59. Siedschlag) – Niehoff (84. Ejesieme), Awuku (59. Moumouni). Trainer: Gunkel. 

Tor: 1:0 Brinkmann (3.).

SG DYNAMO DRESDEN – HOLSTEIN U19 2:1

Mit den in der laufenden Spielzeit noch ungeschlagenen Sachsen bekamen es die Jungstörche mit einem hochkarätigen Gegner zu tun, bei dem die Kieler jedoch von Beginn an gut mitspielten und ihre eigenen Chancen suchten. Nach einer unruhigen Viertelstunde, in der die Gäste die heranstürmenden Dresdner entschlossen wegverteidigten, kamen die Nordlichter zunehmend besser in die Partie und erarbeiteten sich eigene Gelegenheiten zur Führung. So geschehen nach einer guten halben Stunde: Aus der eigenen Eröffnungssituation kombinierten sich die Gäste ansehnlich in des Gegners Hälfte, wo Ben Labes das Leder zum 1:0 über die Linie drückte (33.).

Im zweiten Durchgang verloren die Kieler etwas ihre Linie. Die Hausherren hingegen nutzten die Ballverluste der Jungstörche aus und näherten sich nach guten Umschaltsituationen dem Ausgleichstreffer an. Dieser gelang des Gastgebern schließlich nach einem ruhenden Ball: Corvin Kosak netzte nach einem Eckball zum 1:1 ein (55.). In der Folge entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der die Kieler vieles richtig machten und ihrerseits den erneuten Führungstreffer durch Luca Tunjic und Ben Labes auf dem Fuß hatten. KSV-Trainer Fabian Raue hätte ein leistungsgerechtes 1:1 gern nach 90 Minuten unterschrieben, doch Dynamo riss die Kieler an diesem Tag aus allen Punkteträumen. Nach einem Einwurf eroberten die Sachsen das Leder und spielten sich entschlossen vor das Tor von KSV-Keeper Hugo Sjöberg, der beim zweiten Gegentreffer des Tages durch Dresdens Jonas Saliger chancenlos blieb (81.). So traten die Jungstörche ihre Rückreise ohne Zählbares an, konzentrieren sich in der kommenden Trainingswoche jedoch auf die positiven Inhalte der Niederlage und sind am Sonntag, den 11. September, im DFB-Pokal der Junioren beim Nordost-Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena zu Gast.

Holstein U19: Sjöberg – Diezemann, Witt, Sinanovic (85. Ugoh) – Erfmann (85. Fobissié), Hrnjicic (68. Steffen), de Chatrie Doegl, Koc, Zimmer  – Tunjic, Labes. Trainer: Raue.

Tore: 0:1 Labes (33.), 1:1 Kosak (55.), 2:1 Saliger (81.).

STIMMEN ZUM SPIEL

U19-Trainer Fabian Raue: „Es ist eine bittere Niederlage, weil wir heute viel investiert haben und am Ende doch mit leeren Händen dastehen. Wir müssen aus dieser Partien lernen, unsere Aufgaben auf jeder einzelnen Position ernst nehmen und unsere Qualitäten über die gesamte Spiellänge auf den Platz bringen.“

Fotos: Thomas Richter

VfL WOLFSBURG II – HOLSTEIN U17 4:0

Das eigene Spiel vorantreiben und torgefährliche Spielsituationen gegen einen starken Gegner kreieren – das war das vorangestellte Ziel und die Aufgabe, die es für den KSV-Nachwuchs beim VfL Wolfsburg II zu bewältigen galt. Im ersten Durchgang setzte die Elf von Trainer Freddy Kaps dies auch vollständig um, und stellte sogar das bessere der beiden Teams auf dem Rasen. Trotz des frühen Gegentreffers der Wölfe durch Alesandro Crimaldi (3.) kombinierten sich die Jungstörche konzentriert, mutig und gezielt in Richtung des gegnerischen Strafraums, blieben jedoch ohne Erfolg vor dem Kasten von Wolfsburgs Schlussmann Laurin Peters. Bis zum Pausenpfiff hatten die Gäste aus dem Norden über weite Strecken alles im Griff und so ging es mit einem knappen 0:1-Rückstand in die Kabinen.

Nach dem Wiederanpfiff wiederholten sich dann die Ereignisse: Erneut schlugen die Gastgeber nach wenigen Minuten zu. Darwin Soylu erhöhte mit seinem Treffer auf 2:0 (42.). Dieses Gegentor blieb allerdings nicht ohne Folgen für das Spiel der Jungstörche, die von ihrer klaren Linie abwichen. Die Niedersachsen nutzten hingegen ihre herausgespielten Chancen eiskalt aus. Nachdem Leonardo Randazzo mit Beginn der Schlussphase zum 3:0 traf, markierte Crimaldi mit seinem zweiten Treffer des Tages den 4:0-Endstand.

Am Sonntag, den 11. September, geht es für die U17 zum zweiten Auswärtsspiel in Folge zum SC Borgfeld.

Holstein Kiel U17: Rothenhagen – Poggensee, Meyer (40. Sossou), Uguna (63. Elkasovic), Severus (63. von der Mehden) – Matene, Koglin, Assameur (49. Dilbagi), Lückner – Bente, Waskowiak (49. Wojnarowski). Trainer: Kaps.

Tore: 1:0 Crimaldi (3.), 2:0 Soylu (42.), 3:0 Randazzo (71.), 4:0 Crimaldi (75.).

STIMMEN ZUM SPIEL

U17-Trainer Freddy Kaps: „Leider konnten wir vor allem in der zweiten Halbzeit nicht an die disziplinierten ersten 45 Minuten anknüpfen und müssen aus dieser deutlichen, sicherlich gerechtfertigten Niederlage schnellstmöglich lernen.“

Diesen Artikel teilen

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter