Holstein Women – SV Meppen 0:1 (0:1)

Kibbel trifft in der Schlussminute Torlatte

Die Holstein Woman sind In der ersten Runde des DFB-Pokals
ausgeschieden. Der Regionalligist unterlag dem SV Meppen, in der 2.
Frauen-Bundesliga Nord beheimatet, knapp mit 0:1.

Dabei war von dem erwarteten grossen Klassenunterschied wenig zu
sehen. Über die gesamten 90 Minuten zeigten die Holstein Women in
der Defensive eine starke Leistung. Sehr gute Noten verdiente sich
dabei das Duo in der Innenverteidigung. Marie Becker und Julia Kibbel
– noch B-Juniorinnen – bildeten in Zentrum eine sichere Bank und
verdienten sich Bestnoten. Auch die erst 19jährige Annika Bahr auf
der rechten Seite der Vierer-Abwehrkette wusste zu überzeugen. Mit
dem Einsatz der weiteren B-Juniorinnen Tabea Lycke, Stephanie Hofmann
und Eda Kahveci stand am Ende mit 19,7 Jahren Durchschnittsalter das
jüngste Women-Team aller Zeiten auf dem Platz. Es war sowieso der
Tag der Youngster. Auf der anderen Seite fiel Sarah Schulte auf, die
auf der rechten Abwehrseite einen modernen und auffälligen Part
spielte. Mit gerade mal 16 Jahren ist Schulte der Benjamin des SV
Meppen, der in den sieben Spielzeiten zuvor in der 2.
Frauen-Bundesliga Nord als Victoria Gersten auf Punktejagd ging.

Auf dem Kunstrasenplatz in Kieler Vorort Schönkirchen – der
Rasenplatz in der Landeshauptstadt war durch den andauernden
Regenfall unbespielbar – zeigten beide Seiten im taktischen
Defensivverhalten eine sehr gute Ordnung. Beide Torhüterinnen
besassen wenig Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Torchancen
gehörten der Kategorie Mangelware an. Das Spielgeschehen bei
anhaltendem Regen wogte zwischen den Strafräumen hin und her.
Lediglich einmal passte Holstein nicht auf. In der 28. Minute spielte
Meppen sich auf der rechten Seite durch. Beim Flachpass in die Mitte
standen die Kielerinnen einer Überzahl der Gäste gegenüber. Inga
Kappel am langen Pfosten traf aus neun Metern ins rechte Eck. Die
Nummer 17 der Mannschaft von Maria Reisinger hatte auch das
vorentscheidende 2:0 auf dem Fuß. Nach einem Foul von Danielsen an
Sieksmeyer gab es einen Elfmeter. Doch diesen setzte Inga Kappel über
das Gehäuse, so dass die Spannung bis zur Schlussminute anhielt. In
dieser traf Kibbel aus 10 Metern nur die Torlatte.

Insgesamt konnte der Favorit aus Meppen nicht überzeugen. „Wir
haben noch nicht so oft auf Kunstrasen gespielt. Das war ungewohnt
für uns“, fand Betreuerin Marion Specker einen Grund. Der andere
war auf jeden Fall die Tatsache, dass die Frauen von Holstein Kiel
eine famose Leistung zeigten. „Das ist richtig stark“, freute
sich Orga-Mitarbeiter Peter Kranz während des Spiels über die
Leistung von Holstein. Der SV Meppen war insgesamt ballsicherer und
robuster in den Zweikämpfen. Die Mannschaft von Cheftrainer
Christian Fischer muss in den nächsten Wochen an ihrer
Offensivleistung arbeiten. Das war an diesem verregneten Sonntag der
einzige Kritikpunkt.

Holstein Women: Victoria Bendt – Jeska
Danielsen, Julia Kibbel, Marie Becker, Annika Bahr – Kati Krohn,
Stephanie Hofmann – Tabea Lycke (73. Eda Kahveci), Janna Schäfer
(57. Emine Ibrahimi), Joy Grube – Tina Hild

SV Meppen: Vera
Oude-Wesselink – Bianca Lity, Britta Kappel, Katharina Altevolmer,
Sarah Schulte – Greta Budde (46. Greta Budde), Nina Lögering –
Kerstin Jäger (73. Sina Tepe), Vanessa Rohling, Britta Kappel –
Martina Fennen (46. Sarah Sieksmeyer)

Schiedsrichter:
Kim-Jana Trenkner (Winsen)

Zuschauer: 80 zahlende

gelbe Karten: Kibbel –
Jäger

Tor: 0:1 I. Kappel
(28.)

besondere Vorkommnisse: Inga
Kappel verschießt einen Foulelfmeter (50.)

hier klicken für Bilder vom Spiel Holstein Women – SV Meppen

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