Sa. 14.00 Uhr: Werder Bremen II – Holstein Kiel

Holsteins Aufholjagd geht weiter –

Nordderby an der Weser

Die Kieler Störche stehen weiter aussichtsreich im spannenden Rennen um einen Aufstiegsplatz zur 2. Fußball-Bundesliga. Nach zuletzt zehn Punkten aus vier Spielen will die Neubarth-Elf am Samstag um 14.00 Uhr beim abstiegsgefährdeten Team vom Werder Bremen II die Erfolgsserie fortsetzen und die beiden Mannschaften aus Essen und Jena weiter unter Druck setzen. Und die Vorzeichen stehen gut für den Tabellendritten der Regionalliga Nord. Abgesehen vom angeschlagenen Verteidiger Jan Sandmann (Sprunggelenk) sowie dem Ex-Duisburger Mike Rietpietsch (Achillessehne) sind auf Platz 11 des Weserstadions alle Mann an Bord.

Mit Bussen, Privat-Pkw und einer von der Supporters-Vereinigung organisierten Zugfahrt mit dem Wochenendticket (Abfahrt am Kieler Hauptbahnhof um 9.21 Uhr) machen sich die zahlreichen Holstein-Anhänger auf die Reise. Rund 400 Kieler Fans werden in der Hansestadt erwartet, um ihrer KSV in der „heißen“ Phase der Saison den Rücken zu stärken.

„Wir wollen unsere Serie jetzt fortsetzen und die Konkurrenz unter Druck setzen“, zeigte sich Holsteins Sportlicher Leiter Daniel Jurgeleit nach dem kürzlichen 2:0-Arbeitssieg gegen die 2. Mannschaft des Hamburger SV optimistisch, im Aufstiegsrennen am Ende doch noch die Nase vorn zu haben.

Neben der großen Routine sind derzeit vor allem die Standardsituationen das Erfolgsrezept der Störche. Kein Team der 3. Liga nutzt seine Möglichkeiten im Anschluss an einen ruhenden Ball so konsequent wie die KSV. Doch auf Routine und die so genannten „Standards“ will sich Trainer Frank Neubarth an seiner alten Wirkungsstätte nicht verlassen. Die zuletzt gezeigten Hemmungen im Spielaufbau konnten gegen den HSV noch durch Kampfgeist und Moral ausgeglichen werden, doch gegen die heimstarken Werderaner (7 Siege/4 Unentschieden/4 Niederlagen) müssen die Störche noch mehr in die Waagschale werfen, will man am Ende den Rückstand auf Rot-Weiß Essen (beim 1. FC Köln II) und Carl Zeiss Jena (in Erfurt) weiter verkürzen.

Durch die Verletzung des Bremers Dominic Peitz (Jochbeinbruch) kommt es zumindest auf dem grünen Rasen nicht zu dem Wiedersehen zweier Freunde. Peitz und der Kieler Henning Grieneisen, der die Position des verletzten Sandmann auf der rechten Abwehrseite kompensieren könnte, verbrachten gemeinsame Fußballertage in der Jugend des SC Paderborn. Noch heute verbindet beide ein freundschaftliches Verhältnis.

Und auch für Trainer Frank Neubarth ist es kein „normales“ Fußballspiel. 14 Profi-Jahre beim SV Werder Bremen (1982-1996) und zahlreiche Spielzeiten als Trainer Bremer Nachwuchsteams haben ihre Spuren hinterlassen. Mit seinem Gegenüber Thomas Wolter verbindet Neubarth eine jahrelange Freundschaft. Gemeinsam gewannen die beiden als Spieler 1988 und 1993 die Deutsche Meisterschaft.

Doch während der 90 Minuten in Bremen zählt alle Freundschaft nicht. Zu viel steht für beide Teams auf dem Spiel. Während Holstein drei Punkte hinter dem begehrten Platz 2 zurückliegt, so trennt die Werderaner nur noch das bessere Torverhältnis von einem Abstiegsplatz. Viel Brisanz also im Nordderby an der Weser.

(nawe)

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