Wuppertaler SV – Holstein Kiel 5:3 (1:0)

3. Liga (11. Spieltag)

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Böses Erwachen für die Kieler Störche an der Wupper. Im Stadion am Zoo unterlag die Mannschaft von Trainer Torsten Fröhling dem WSV vor 2519 Zuschauern mit 3:5. Das Resultat ging am Ende aufgrund gravierender individueller Fehler der KSV im zweiten Durchgang auch in der Höhe in Ordnung. Versöhnliche Szenen nach dem Spiel dann vor dem Kieler Fanblock, denn die Spieler der KSV stellten sich den Fragen der eigenen Anhänger und gelobten für die kommende Partie gegen Stuttgart Besserung.

Die erste kalte Dusche für Holstein gab es in der 26. Minute. Einen 30-Meter-Freistoß von Mitja Schäfer verlängerte Victor Hugo Lorenzon per Kopf zur Führung. KSV-Keeper Simon Henzler und Debütant Timo Bruns behinderten sich beim Rettungsversuch gegenseitig. Bis zum 1:0 hatten die Störche die Partie weitestgehend im Griff, doch Zwingendes im Spiel nach vorn hatte Holstein nicht zu verzeichnen. Drei Minuten vor der Pause verpasste Fatmir Vata mit einem Lupfer aus zehn Metern den zweiten Treffer für die Fuchs-Elf.

Nach der Pause ging es richtig rund am Zoo. Nach dem 2:0 durch den 16-Meter-Hammer von Tobias Damm (49.) schien die Messe für die Störche gelesen zu sein. Aber die Fröhling-Elf drehte noch einmal auf und zeigte Moral. Binnen sechs Minuten glichen der eingewechselte Tim Wulff (59.) und Michael Holt (65.) aus. Doch die Kieler Freude währte nicht lange. Quasi im Gegenzug brachte Robert Müller den Wuppertaler Damm im Strafraum zu Fall und Schiedsrichter Beitinger aus Regensburg zeigte sofort auf den ominösen Punkt. Lorenzon ließ sich die Chance nicht entgehen und brachte seine Farben erneut in Führung. Dann ging es Schlag auf Schlag. Romas Dressler (75.) und Nermin Celikovic (85.) entschieden mit feinen Einzelleistungen die Begegnung endgültig zugunsten des WSV. Michael Holt sorgte mit seinem Treffer zum 5:3 in der Schlussminute für Ergebniskosmetik.

„Nach der Pause wollten wir offensiver zu Werke gehen. Der zweite Treffer hätte uns eigentlich wegbrechen lassen müssen, doch wir haben noch einmal Moral bewiesen. Der Ausgleich zum 2:2 verdiente Hochachtung, aber dann zeigte sich in vielen Szenen unsere Naivität“, so der enttäuschte Holstein-Coach Torsten Fröhling. „Es ist heute sehr schwer, die richtigen Worte zu finden. Nach dem Ausgleich war eigentlich alles gut, aber wir haben nach dem Elfmeter zum 2:3 unter Druck einen Konter nach dem anderen gefangen“, zeigte sich Holstein-Keeper Simon Henzler nach dem Schlusspfiff betroffen.

Mit der nächsten Trainingseinheit am Montag um 15.00 Uhr beginnt für die Kieler Störche die Vorbereitung für das kommende Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II. Bei der Flutlichtpremiere im Holstein-Stadion soll der Stern der KSV wieder heller strahlen als an der Wupper.

Wuppertaler SV: Maly – Fischer, Schäfer, Damm, Vata (70. Celikovic), Neunaber, Neppe, Dressler (86. Bernhardt), S. Müller, Asaeda (73. Altin), Lorenzon.

Holstein Kiel: Henzler – Brückner (64. Sembolo), R. Müller, Schyrba, Schulz – Siedschlag, Bruns (80. Hoffmann), Nouri, Meyer (55. Wulff) – Stier, Holt.

Tore: 1:0 Lorenzon (26.), 2:0 Damm (50.), 2:1 Wulff (59.), 2:2 Holt (64.), 3:2 Lorenzon (66., Foulelfmeter), 4:2 Dressler (75.), 5:2 Celikovic (84.)

Schiedsrichter: Beitinger (Regensburg)

Zuschauer: 2519

Foto: Alexander Nouri klärt vor dem Wuppertaler Fatmir Vata.

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