Mit der zweiten entwickelt sich’s besser – Störcheclub Stammtisch

Der erste Stammtisch im neuen Jahr stand ganz im Zeichen der Entwicklung: Am 24. Februar trafen sich die Holstein-Sponsoren mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Wolfgang Schwenke, dem U-23-Trainer Sebastian Gunkel, dem 3. Torwart der Ligamannschaft und Stammtorwart der U23 Timon Weiner und Jung-Torschütze Jonas Sterner im VIP-Zelt, um auf die erfolgreiche Saison von Holsteins Regionalliga-Team zu blicken.

Die Heterogenität der Mannschaft begreift Trainer Sebastian Gunkel als Herausforderung, aber auch Chance: „Die zweite Mannschaft zu trainieren, ist keine einfache Aufgabe, dafür aber unheimlich interessant. Wir haben eine hohe Fluktuation und viele unterschiedliche Spielertypen – junge und gestandene Spieler und Spieler, die von der Ligamannschaft zu uns kommen. Das muss man gut moderieren, eine reizvolle Aufgabe.“ Nach seiner Ankunft bei Holstein Kiel vor 1,5 Jahren hat er sich in Stadt und Verein schnell einleben können: „Die Mitarbeiter und die Mannschaft haben es mir leicht gemacht, mich hier wohlzufühlen. Die Mannschaft harmoniert und funktioniert gut, die Spieler integrieren einander und nehmen sich gegenseitig mit. Wenn man solche Spieler hat, fällt es einem als Trainer auch leicht.“

Der Erfolg spricht für sich: Platz 1 nach 20 Spieltagen in der Regionalliga Nord – Aufstieg möglich. „Ob wir mit der U23 aufsteigen wollen, müssen wir abwägen. Unsere Philosophie ist, dass die Spieler sich weiterentwickeln und auch Spätentwickler sich zeigen können. Hier können wir Spieler finden, die wir für den Gesamterfolg des Vereins einsetzen können. Wir sind etwas Besonderes, weil wir etwas Familiäres haben. Bei uns finden Spieler ihre Heimat, die woanders vielleicht nicht funktionieren, bei uns aber ihre Entwicklung machen“, beschreibt Wolfgang Schwenke die Bedeutung der U23 für den Verein. Unabhängig von einem Aufstieg in die 3. Liga zeigt sich Sebastian Gunkel mit der Saison aber jetzt schon sehr zufrieden: „Unsere Ziele haben wir bereits übertroffen. Wir möchten auf jeden Fall unsere Klasse und das höchstmögliche Niveau halten, um unsere Spieler gut begleiten, fördern und entwickeln zu können.“

Profitieren kann davon auch Timon Weiner, der als 3. Torwart der Ligamannschaft regelmäßig Spielpraxis in der U23 sammeln kann. „Ich genieße das Training auf Zweitliganiveau und kann mich hier super weiterentwickeln. Im Torwartteam verstehen wir uns super und haben immer ein offenes Ohr füreinander. Wer viel Spaß beim Training hat, gibt automatisch mehr Gas. Gleichzeitig kann ich in einer tollen und erfolgreichen Regionalmannschaft Spielpraxis sammeln. Ich glaube, es gibt keine bessere Entwicklungsstation für mich als bei Holstein Kiel“, so der 23-Jährige, der vor drei Wochen Vater geworden ist und sich seitdem an einen neuen Alltag gewöhnen muss: „Alles verändert sich, die Nächte sind anders, die Tage sind anders. Aber wir genießen es sehr – und zum Training komme ich trotzdem immer ausgeschlafen.“

Das kann auch Jonas Sterner bestätigen, der wie sein Mannschaftskollege sowohl zum Kader der U23 als auch der Ligamannschaft gehört – und bei seinen Einsätzen gegen St. Pauli und Fortuna Düsseldorf direkt mit einer Torvorlage und einem Tor in der letzten Sekunde überzeugen konnte. „Ich war erst überrascht, dass der Trainer mich überhaupt einsetzt. Und dann noch ein Tor in der letzten Sekunde zu schießen – davon träumt jeder Fußballer. Das habe ich mit meinen Eltern und Großeltern gefeiert und alle Spieler, sogar von der U15 und U17, haben mir gratuliert.“ Bescheiden bleibt der gebürtige Husumer, der seit fünf Jahren bei Holstein Kiel trainiert, trotzdem: „Man darf nicht vergessen, dass ich erst 19 Jahre alt bin und von den anderen in der U23 noch viel lernen kann.“ Immer offen für Entwicklung – die Holstein-Philosophie, die von allen Spielern und Mannschaften gelebt wird.  

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